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Gewitter in der Uni-Dschungel WG – von Mieterhöhung bis Kernsanierung

In der Regel wohnt man als Student zur Miete und viele von Euch haben sicher sehr nette Vermieter. Du hast ein Zimmer im Wohnheim des Studentenwerks ergattert? Prima, denn dann bist Du auf der sicheren Seite – hier gibt es weder Mieterhöhungen noch Kernsanierungen. Auf dem freien Wohnungsmarkt sieht das jedoch ganz anders aus. Was macht man also, wenn es doch mal ernst zu nehmende Probleme mit dem Vermieter gibt oder eine saftige Mieterhöhung ins Haus flattert? Wir werden uns ein paar Möglichkeiten ansehen, wie Ihr Hilfe und Unterstützung bekommen könnt.


Mietrechtliche Probleme und Fragen? Der Uni-Dschungel Blog weiß, wo man Dir weiterhilft


Hilfe, mein Zuhause ist eine Baustelle!

Eine Altbauwohnung ist herrlich gemütlich, doch gerade in die Jahre gekommene Altbauten laden häufig dazu ein, dass der Vermieter eine Kernsanierung durchführt. Dies kann insbesondere dann passieren, wenn das Haus, in dem Du eine Wohnung gemietet hast, verkauft wird. Die Folge ist meist eine Mieterhöhung, die es in sich hat, und vorher jede Menge Baulärm, Dreck und Ärger. Wenn man gerade mitten im Examen steckt, hilft eine eventuelle (meist hart erkämpfte) Mietminderung für die Bauphase herzlich wenig. Einen Umzug kann man in dieser Zeit jedoch auch nicht stemmen. Jetzt ist guter Rat teuer.

Darüber hinaus kann auch bereits eine gepfefferte Nebenkostenabrechnung das Budget kräftig durchwirbeln und es ist hilfreich, wenn Ihr die Abrechnung noch einmal überprüfen lasst. Wo findet Ihr also in Sachen Wohnung und Mietrecht die richtigen Ansprechpartner?


Wenn der Haussegen im Baumhaus schief hängt – hilfreiche Anlaufstellen

Der Deutsche Mieterbund

Der Deutsche Mieterbund steht Dir mit Rat und Tat zur Seite, wenn Du juristisch mit Deinem Latein am Ende bist. Auf der Website Deines örtlichen Mietervereins bekommst Du bereits erste Informationen hinsichtlich einiger Fragen, die Dir als Mieter unter den Nägeln brennen.

Um in mietrechtlichen Angelegenheiten beraten und vertreten zu werden, musst Du dem Mieterverein beitreten. Die Kosten variieren von Ort zu Ort und Du fragst am besten einmal nach, wie hoch der Mitgliedsbeitrag ist. Falls wirklich Ärger mit dem Vermieter ins Haus steht, lohnt sich der Beitritt jedoch in jedem Fall!

Der AStA und die juristische Fakultät

Der AStA (der Allgemeine Studierendenausschuss) und die juristische Fakultät bieten in der Regel eine mietrechtliche Beratung an. Hier müsstet Ihr Euch einmal vor Ort informieren, ob es an Eurer Hochschule solche Angebote gibt.

Das Studentenwerk

Auch die Studentenwerke helfen Dir in Sachen Mietrecht weiter. Hier findest Du einen Überblick, in welchen Belangen man Dir zur Seite steht. Darüber hinaus findest Du auf der Website des Studentenwerks Deiner Hochschule Informationen über Beratungsangebote sowie alle nötigen Kontaktdaten.

Die Suche nach einem Anwalt

Wer auf eigene Faust und Kosten einen Anwalt suchen möchte, findet auf der Website von Studienscheiss Hilfe.


Natürlich wünscht Euch der Uni-Dschungel Blog ein friedliches Leben in Euren eigenen vier Wänden und einen netten Vermieter! Schließlich hat man als Student schon genug um die Ohren. Falls es dennoch mal Probleme gibt, versucht erst einmal den diplomatischen Weg – ein klärendes Gespräch bewirkt manchmal Wunder. Falls das alles nichts bringt, wisst ihr ja jetzt, wer Euch helfen kann.

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Gibt’s dafür auch ’ne App? Der WG-Putzplan

Willkommen im WG-Leben! Du hast soeben frisch Deine neuen vier Wände in der Größe eines Schuhkartons bezogen und das Studium kann endlich losgehen. Die ersten Tage oder Wochen genießt Du als WG-Küken noch so eine Art Welpenschutz. Deine Mitbewohner drücken in dieser Eingewöhnungsphase sicher ein bis zwei Augen zu, wenn Du Dein schmutziges Geschirr stehen lässt oder die Wollmäuse dank Dir im Gemeinschaftsraum Samba tanzen. Da Du jedoch als neuer Mitbewohner tunlichst ein „reinigendes“ Gewitter vermeiden solltest, erkundige Dich besser frühzeitig, welche Aufgaben jeder in der WG übernimmt. Eines sollte Dir jedoch klar sein: Den all-inclusive Service von zu Hause kannst Du Dir gleich abschminken und in puncto Sauberkeit gibt es in jeder WG regelmäßig Theater. Wie man trotzdem etwas Ordnung in das Chaos bringen kann, erfährst Du in der Uni-Dschungel WG!

WG-Putzpläne: Drehst Du noch am Putz-Rad oder nutzt Du schon eine App?


Der Putzplan 2.0 bis 3.0

Da man als Student wirklich wichtigere Dinge zu tun hat, als regelmäßig die WG zu bohnern, kann man von Glück sagen, dass auch noch Mitbewohner durchs Bild laufen. Nur wie bekommt man alle dazu, ab und an mal etwas Ordnung zu machen? Findige Studenten unzähliger Generationen haben bereits an diesem Problem getüftelt und viele tolle Tools entwickelt. Die Erfolgsquote muss jedoch individuell evaluiert werden. 😉 Hier kommen ein paar Möglichkeiten, einen Putzplan zu gestalten.

Der klassische Kalender

Das mit dem Kalender ist ganz einfach: Hier wird wöchentlich oder alle zwei Wochen abwechselnd ein Mitbewohner eingetragen, der für die Reinigung der heiligen Hallen zuständig ist. Natürlich kann auch noch der Mülldienst, der Einkauf von essenziell wichtigen Haushaltsartikeln wie Klopapier oder Spüli und vieles mehr eingeteilt werden. Das obliegt ganz Eurem Ordnungswahn.

🙁 Ein deutlicher Minuspunkt bei dieser Form der Putzplanung: Man verliert hier schnell den Überblick.


Ich glaub, ich dreh am Rad!

Wer gerne bastelt, kann den Putzplan auch in Form einer Drehscheibe gestalten. Hier bekommt jeder Mitbewohner seinen eigenen Zeiger, der dann entsprechend der Aktivität (Küche putzen, Bad reinigen, Müll rausbringen, Einkaufen etc.) weitergedreht wird. Die Abstände zwischen den Aktionen legt der WG-Rat fest. Wer keine Zeiger basteln möchte, kann auch einfach Wäscheklammern nehmen und die Namen der einzelnen Mitbewohner drauf kritzeln.

🙁 Der Nachteil: Die dekorative Drehscheibe gerät schnell in Vergessenheit.


Gibt’s dafür auch ’ne App?

Jaaa, die gibt es natürlich auch! Ich habe im Netz die Flatastic-App aufgestöbert. Diese App liefert Euch neben einem Putzplan auch noch ein paar andere Features, die Euch helfen, das WG-Leben besser zu organisieren. Hierzu zählen unter anderem ein Abrechnungs-Tool und eine Einkaufsliste. Und wer hat’s erfunden? Clemens Bachmair, Malik El Bay und Moritz von Hase.

🙂 Jetzt fragt Ihr Euch sicher, was der Spaß kostet. Das ist grandios – die Flatastic-App kostet nix! Also probiert sie doch einfach mal aus: Man bekommt sie als iOS- & Android-App.


Egal, ob Ihr mit dem Smartphone den Staubwedel schwingt oder lieber am Putz-Rad drehtes erspart Euch eine Menge Ärger, wenn Ihr die lästigen Haushaltsfragen gelöst habt. Schlussendlich habt Ihr dann auch mehr Zeit, mal zusammen zu grillen oder einfach die Freizeit zu genießen. Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Euch die Dschungel-WG!

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