Artikel aktualisiert am 6. Mai 2026
Du hast ein heiß begehrtes Zimmer in einer Wohngemeinschaft ergattert? Glückwunsch! Damit Du nicht direkt am ersten Tag ins Fettnäpfchen trittst, lernst Du hier ein paar ungeschriebene WG-Regeln kennen, die Gold wert sind.
Ungeschriebene WG-Regeln to go

Die letzte Umzugskiste ist ausgepackt, Dein Zimmer in der Größe eines Schuhkartons eingeräumt und nun kann das WG-Leben endlich losgehen. Doch egal, ob Du einen oder vier Mitbewohner hast: Damit das Zusammenleben möglichst harmonisch läuft, solltest Du Dir besser ein paar ungeschriebene WG-Regeln hinter die Löffel schreiben. 😉
Ach guck, der Käse da hinten im Kühlschrank hat aber schöne blaue Haare bekommen und er kann auch schon die ersten Worte sprechen! Sollen wir ihm einen Namen geben?
Natürlich entwickelt sich der Kühlschrankinhalt nicht immer zu einem neuen Mitbewohner. Doch zwischendurch solltest Du ein Auge auf Deine Vorräte werfen: Ist alles noch essbar? Falls nicht, rate ich Dir, einkaufen zu gehen und Dich bloß nicht ungefragt an den Vorräten Deiner Mitbewohner zu bedienen. Zwar funktioniert das WG-Leben nach dem Prinzip Geben und Nehmen, doch das sieht nicht jeder so. Schließlich kaufen die meisten Studierenden mit kleinem Geldbeutel ein und daher solltest Du besser nicht den Schokoaufstrich samt Toastbrotpackung leer schlabbern, ohne vorher zu fragen.
Ich hab da mal ’ne Frage: Kannst Du mir gerade helfen, ich meine, jetzt, sofort?!
Vorab eine der wichtigsten WG-Regeln überhaupt: Wenn die Zimmertür geschlossen ist, möchte Dein/e Mitbewohner/in die Ruhe genießen. Sollte die Tür hingegen offen oder angelehnt sein, kannst Du ein Schwätzchen wagen. Doch die Dosis macht das Gift. Auch in einer WG solltest Du natürlich nicht ständig bei den anderen auf der Matte stehen. Und ein heißer Tipp zum Schluss: Anklopfen nicht vergessen!
Hilfe, wir haben keine sauberen Tassen mehr im Schrank und Besteck ist auch aus!
Die schlechte Nachricht vorab: Nicht jede WG genießt den Luxus, eine Spülmaschine zu besitzen. Ohne Spülmaschine kann es schnell passieren, dass Ebbe im Geschirrschrank herrscht und sich niemand verantwortlich fühlt. Egal, ob Ihr den Abwasch gemeinsam macht oder jeder seinen eigenen Krempel spült: Klare Regeln helfen sehr! Wie häufig gespült werden muss, hängt natürlich auch davon ab, wie viele Tassen Ihr im Schrank habt und wie geräumig die Arbeitsfläche ist.
Drehst Du noch am Putz-Rad oder nutzt Du schon ’ne App?
Der größte Zankapfel in einer WG ist meist die Sauberkeit. Kaum jemand hat Zeit und Muße, die Bude zu wienern und an den lästigen Müll zu denken. Daher gibt es unzählige Versuche, einen Putzplan zu erstellen: Eine Tafel mit Namen und Aufgaben, eine Drehscheibe oder eine narrensichere App. Spätestens, wenn weitere Mitbewohner samt Familie einziehen, also kleinste Krabbelwesen, wird sicher der ein oder andere Putzplan mal ausprobiert. Allen WG-Frischlingen kann ich nur sagen: Das Immunsystem wächst mit seinen Aufgaben!
*Hitchcock-Geigen* Wer hat bloß vergessen, Toilettenpapier zu kaufen?
Ja, ja, es kann durchaus vorkommen, dass Du morgens müde die letzten zwei Blätter auf der Klorolle erblickst und im Vorratsschrank gähnende Leere herrscht. Damit so etwas nicht passiert, sollten Produkte, die alle Mitbewohner benötigen, auch von allen ab und an besorgt werden. Dabei kann eine Haushaltskasse für Spüli, Klopapier und Co. hilfreich sein oder jeder kauft diese Dinge abwechselnd ein.
Willkommen in der Uni-Dschungel-WG!
Es war eine fabelhafte Entscheidung, gerade zu Beginn des Studiums in eine WG zu ziehen, auch wenn Du Dich sicher noch einleben musst. Vielleicht plant Ihr direkt Euren ersten gemeinsamen Kochabend, um Euch besser kennenzulernen. Solange Du nicht mit Anlauf ins nächstbeste Fettnäpfchen hüpfst, steht einer guten WG-Zeit jedenfalls nichts mehr im Weg!


