Artikel aktualisiert am 15. Mai 2026
Egal, ob Du eine Hausarbeit oder Deine Abschlussarbeit schreibst: Die wissenschaftlichen Zitierregeln musst Du in beiden Fällen draufhaben. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem direkten und einem indirekten Zitat? Und wieso wird in wissenschaftlichen Arbeiten so viel Wert auf das korrekte Zitieren gelegt? Dieser Beitrag bietet Dir einen ersten Überblick und klärt die wichtigsten Fragen.
Korrekt zitieren: Gib Plagiaten keine Chance!

In Deiner Hausarbeit oder Abschlussarbeit greifst Du ständig fremdes Gedankengut auf und daher musst Du den Ursprung/die Quelle immer kenntlich machen. Wenn Du nämlich fremdes Gedankengut als Deine eigenen Erkenntnisse ausgibst, bezeichnet man das als Plagiat.
Damit Du gar nicht erst Gefahr läufst, ein Plagiat einzureichen, lernst Du die Zitierregeln besser von der Pike auf.
Welcher Zitierstil gilt in Deinem Fach?
Da es unterschiedliche Zitiervarianten gibt, wird diese Frage entweder im Tutorium oder im Seminar geklärt. Vielleicht verteilt die Fachschaft Musterhausarbeiten, an denen Du Dich orientieren kannst.
Informier Dich frühzeitig, wie man in Deinem Fach korrekt zitiert. Die folgende Zusammenfassung bietet Dir nämlich nur einen allgemeinen Überblick. Übrigens solltest Du immer durchgängig einen einheitlichen Zitierstil verwenden!
Direkte Zitate: auf den Punkt gebracht
Direkte Zitate verwendet man selten und nur mit Bedacht. So kann ein gut gewähltes direktes Zitat beispielsweise zu Beginn der Einleitung oder eines Kapitels Interesse wecken. Ein direktes Zitat hilft zudem, wenn die zitierte Aussage einen für Deinen Text wesentlichen Aspekt präzise auf den Punkt bringt.
- Die Definition eines direkten Zitats: Eine Textstelle, die Du Wort für Wort exakt übernimmst.
- Die äußere Kennzeichnung: Du setzt das Zitat in Anführungszeichen.
- Doch es gibt eine Ausnahme: Falls die zitierte Stelle länger als drei Zeilen ist, rückst Du das Zitat ein, verwendest Schriftgröße 10 und den einfachen Zeilenabstand.
- Fehler, die bereits im direkten Zitat vorkommen, übernimmt man ebenfalls und schreibt in Klammern hinter den Fehler [sic], um darauf aufmerksam zu machen.
- Die Quelle des Zitats: Eine Möglichkeit, die Quelle anzugeben, ist der Nachweis im laufenden Text. Hinter das Zitat schreibst Du in Klammern die Quellenangabe, nämlich Autor Jahreszahl: Seitenzahl, dahinter kommt der Punkt. Also: (Mustermann 2026: 205). Dies ist die Harvard-Zitierweise.
Neben der Harvard-Zitierweise gibt es noch weitere Möglichkeiten, auf die Quelle des Zitats hinzuweisen (u. a. in Form von Fußnoten).
Sinngemäß, in eigenen Worten: die indirekten Zitate
Indirekte Zitate verwendet man häufiger. Die Gedanken, die Du in einer Publikation gelesen hast, gibst Du sinngemäß und somit in Deinen eigenen Worten wieder.
- Kennzeichnung eines indirekten Zitats: Hierzu schreibt man hinter das sinngemäße Zitat die Quellenangabe.
- Eine Besonderheit ist jedoch, dass man vor die Quellenangabe noch ein vgl. (vergleiche) setzt. Also: (vgl. Mustermann 2026: 205).
Aller Anfang ist schwer, doch mit ein bisschen Übung hast Du die Zitierregeln bald mit Leichtigkeit verinnerlicht. Viel Erfolg!


