Artikel aktualisiert am 23. April 2026
Eine Studienrichtung aufzuspüren, die zu Deinen Interessen und Talenten passt, ähnelt durchaus der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Bevor Du einen passenden Studiengang ins Auge fassen kannst, stehen zuerst einige Entscheidungen an.

Möchtest Du an einer Uni oder doch lieber an einer Fachhochschule studieren?
Zieht es Dich in eine Metropole oder eher aufs Land?
Tauschst Du Dein Leben zu Hause inklusive Wäscheservice und üppiger Futterquelle gegen ein WG-Zimmer in der Größe eines Schuhkartons?
Und dann ist da noch die Frage aller Fragen: Was möchtest Du studieren?
Damit Du Deinen Weg in den Uni-Dschungel samt Traumstudiengang findest, benötigst Du einen guten Überblick über das Studienangebot an den Hochschulen.
Gut informiert ist halb studiert
Mit Studiengängen wie Jura, Medizin oder Lehramt verknüpft man direkt bestimmte Studieninhalte und hat obendrein das anschließende Berufsbild vor Augen. Aber natürlich gibt es noch unzählige andere Studienrichtungen, die nicht so populär und bekannt sind, aber durchaus spannend. Informationen zu den einzelnen Fächern findet man in den Informationsblättern der Fachhochschulen und Universitäten und natürlich auch auf ihrer Website. Häufig ist es möglich, sich den Studienverlauf im Detail anzusehen und dadurch einen ersten Eindruck vom inhaltlichen Aufbau zu erhalten.
Falls Du jedoch weitere Informationen zu den einzelnen Fächern benötigst, hilft Dir die Studienberatung weiter, die es an jeder Universität und Fachhochschule gibt. Hier wirst Du auch umfangreich beraten, wenn Du Dir nicht sicher bist, welcher Studiengang der richtige für Dich ist. Darüber hinaus kann es sich lohnen, die Fachschaft und studentische Studienberatung der einzelnen Fakultäten zu kontaktieren – dort gibt es Informationen quasi aus erster Hand.
Familie und Freunde: Deine Mentoren für alle Fälle
Obendrein ist es wichtig, dass Du Deine Stärken und Schwächen kennst. Dabei können Dich Deine Familie und Freunde sehr gut unterstützen. Dennoch sollte kurz auf eine kleine Problematik hingewiesen werden, die nicht selten in eine Sackgasse führen kann. Es liegt in der Natur der Sache, dass Eltern dazu neigen, ihren Kindern einen Studiengang mit vermeintlich guten Berufschancen zu empfehlen. Das ist verständlich – sie haben dabei schließlich nur das Beste im Sinn und meinen es gut. Dennoch musst Du das Studium meistern und später in diesem Berufsfeld arbeiten.
Wenn also beispielsweise BWL eine gute Karriere verspricht, in Deiner Brust jedoch das Herz eines Biologen schlägt, macht dieses „sichere“ Studium trotzdem wenig Sinn. Schlussendlich musst Du entscheiden, welcher Studiengang zu Dir und Deinen Interessen passt. Deine Familie und Weggefährten können Dich lediglich bei der Suche unterstützen und Dich beraten.
Wo findest Du denn nun Deine Nadel im Heuhaufen?
Du kannst Deine Stärken und Schwächen am besten einschätzen, wenn Du Deinen bisherigen Werdegang betrachtest.
Wagen wir einmal einen Blick auf Deine Freizeitaktivitäten: Welche Hobbys liegen Dir wirklich am Herzen – vielleicht Sport, Kunst oder bist Du ein leidenschaftlicher Musiker?
Natürlich sind Eltern in der Regel nicht gerade begeistert, wenn man sein Leben der sogenannten „brotlosen Kunst“ widmen möchte. Trotzdem sollten auch scheinbar absurde Ideen, wie beispielsweise der Besuch einer Schauspielschule, nicht gleich als Illusion abgetan werden. Allerdings ist es unabdingbar, ein gewisses Talent vorweisen zu können, wenn man sein Hobby zum Beruf machen möchte.
Falls Du Dich für einen Studiengang in den Bereichen Sport, Musik oder (darstellende) Kunst entscheidest, wirst Du bereits im Vorfeld in strengen Auswahlverfahren auf Herz und Nieren geprüft. Beispielsweise muss man sich um einen Studienplatz in Architektur häufig mit einer Mappe bewerben, die eigene Entwürfe und Zeichnungen beinhaltet. In diesen Fächern kommen also nur die wirklich guten Talente überhaupt an einen Studienplatz, aber probieren geht über studieren!
Doch auch Deine Kurswahl in der Schule kann eine heiße Spur sein: Welche Leistungskurse hast Du belegt? Besitzt Du ein Talent für die MINT-Fächer (Mathe, Naturwissenschaften, Informatik & Technik) oder doch eher für Sprachen? Wie sieht es mit den musischen Fächern aus? Kannst Du Dir vielleicht vorstellen, Deine Lieblingsfächer als Lehrer zu vermitteln?
Höre einen Moment auf Dein Bauchgefühl: Welche Studienrichtungen und Berufe würden Dich reizen? Es kann sein, dass Du plötzlich vor Ideen sprudelst. Dann solltest Du Deine Gedanken unbedingt notieren. Später kannst Du dann Argumente für und gegen die einzelnen Studienrichtungen oder Berufe, die Dir in den Sinn gekommen sind, festhalten. Mithilfe dieser Einschätzung ergibt sich so abschließend eine Rangliste Deiner Ideen.
Vielleicht konntest Du auch schon in die Berufswelt reinschnuppern: Hast Du bereits ein Praktikum absolviert, das Dein Interesse an einer bestimmten Berufsgruppe wecken konnte? Oder konntest Du durch Nebenjobs Erfahrungen in bestimmten Bereichen sammeln, wie beispielsweise als Nachhilfelehrer oder als Nachwuchs-Redakteur für eine Tageszeitung?
Darüber hinaus kannst Du Deine Interessen und Soft Skills unter die Lupe nehmen: Hilfst Du beispielsweise gerne anderen Menschen und bist tendenziell empathisch? Bist Du ein Kommunikationstalent? Kannst Du Wissen gut vermitteln? Möchtest Du gerne einmal im Ausland arbeiten?
Jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Suche nach Deinem Traumstudiengang – auch Du wirst Deine Nadel im Heuhaufen finden!


