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„Sweet 17“ – Studieren abseits der Volljährigkeit

Liebe Abiturienten und Oberstufenschüler – Ihr seid überhaupt nicht zu beneiden! Zu meiner Zeit hatten wir noch die Möglichkeit, uns in der Stufe 11 ganz in Ruhe auf das Abitur vorzubereiten. Und Ihr? Ihr steckt direkt mitten im Abistress. Nein, schön ist das nicht! Aber irgendwann ist das Abi auch bestanden und viele von Euch freuen sich auf ein Studium an der Uni oder FH.

Mutterseelenallein im Uni-Dschungel? Studieren mit 17 JahrenGlaubt mir, das Studium macht deutlich mehr Spaß als die Schulzeit! Obwohl auch hier nicht alles Gold ist, was glänzt. Denn dank der Bologna-Reform dürft Ihr Euch mit einer verknappten Studienzeit rumschlagen. Studieren war also auch mal entspannter. Hinzu kommt, dass viele Abiturienten noch nicht volljährig sind, wenn sie ihr Studium aufnehmen. Aber was erwartet Euch, wenn Ihr bereits mit 17 Jahren die Hochschule betretet? Das wollen wir uns mal genauer ansehen.


Studieren mit 17

Nun steht Ihr vor den Toren der Uni, mit Eurem Abi in der Tasche und vielen Fragen im Kopf. Doch gerade die unter Euch, die erst 17 Jahre jung sind, haben zusätzlich noch ein paar organisatorische Probleme. Natürlich schränkt die Tatsache, nicht volljährig zu sein, ein wenig die Freiheiten im Studium ein. Aber einen Trost gibt es – der Weg zum 18. Geburtstag ist ja nicht so weit. Bis dahin ist in der Regel für vieles die Vollmacht der Eltern erforderlich. Natürlich darf man mit 17 auch nicht bis in die Puppen Party machen… um Mitternacht ist Schluss mit lustig. Doch auch fernab des Partylebens gibt es einige Hürden, wenn man nicht volljährig ist.


Ein Dach über dem Kopf finden

Da Du mit 17 Jahren noch keinen Mietvertrag unterschreiben darfst und Du also noch nicht voll geschäftsfähig bist, müssten hier Deine Eltern einspringen. Darüber hinaus kann bereits die Suche nach einer Bleibe zum Problem werden. Wenn Du eine Wohnung suchst und einen Vermieter überzeugen möchtest, kann es nicht schaden, wenn Deine Eltern mit zum Gespräch kommen (auch wenn das verständlicherweise nicht allen von Euch so richtig gefällt). Um in eine WG zu ziehen, musst Du Deine potenziellen Mitbewohner im Vorfeld treffen. Es ist ratsam, dass der Altersunterschied nicht allzu groß ist und Dir die Mitbewohner ggf. bei Fragen und Startschwierigkeiten ein wenig zur Seite stehen. Was Du bei der Wohnungssuche im Allgemeinen beachten musst, kannst Du hier nachlesen. Wie es beim WG-Casting zugeht, findest Du hier. Was Dich in einer Wohngemeinschaft erwartet, hat sich der Uni-Dschungel auch bereits angesehen. Und ob nun eine WG oder eine eigene Bude günstiger ist, steht hier


Die Immatrikulation und andere Hürden

Egal, ob Du Dich für einen Studiengang an der Uni/FH einschreiben willst oder einen Bibliotheksausweis beantragen möchtest, auch hier ist eine Unterschrift fällig. In den meisten Fällen benötigst Du somit auch dafür die Signatur Deiner Eltern. Eine gute Nachricht habe ich aber für Euch: In manchen Bundesländern (Baden-Württemberg und NRW) wurde das Landeshochschulgesetz diesbezüglich geändert. Danach sind Studienanfänger, die die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben, in allen Belangen ihres Studiums voll rechtsfähig. Bereits hinsichtlich der Bewerbung für ein Studium ist dies vorteilhaft, da die Eltern hier nicht extra zustimmen müssen.
Darüber hinaus gibt es Hochschulen in anderen Bundesländern, die eine Generaleinwilligung Deiner Eltern einfordern, wenn Du noch nicht 18 bist. Diese beinhaltet, dass Du im Rahmen Deines Studiums selbstständig handeln kannst (z.B. einen Bibliotheksausweis beantragen).

Falls Du Dich erst mal beraten lassen möchtest und beispielsweise noch unsicher bist, was Du studieren willst, kannst Du Dich an die Studienberatung der jeweiligen Hochschule wenden. 
Auch wenn Du mit 17 Jahren in der ersten Zeit eventuell noch nicht alle Freiheiten eines Studiums genießen kannst, wünsche ich Dir trotzdem einen guten Start in Deinen neuen Lebensabschnitt!

„Zimmer frei!“ – die Wohnungsbörse am Schwarzen Brett

Der passende Studiengang ist gefunden und nun musst Du Dich für einen Studienort entscheiden. Und schon wieder stehen einige Fragen im Raum: Zieht es Dich in die Provinz oder in eine Metropole? Möchtest Du zu Hause wohnen, suchst Du Dir eine eigene Bude oder lieber eine Wohngemeinschaft?

WG oder eigene Bude? Die Zimmersuche im StudiumAuf’s Land oder in die Großstadt?

Natürlich kann man nicht überall jeden Studiengang studieren und mit der Wahl einer Hochschule fällt auch die Entscheidung für einen Studienort. Wählt man eine Hochschule in einer ländlichen Gegend, hat das seine Vor- und Nachteile. Klare Pluspunkte sind verhältnismäßig günstige Mieten, ein familiäres Umfeld an der Hochschule und möglicherweise ein idyllischer Wohnort. Die Kehrseite der Medaille kann dagegen ein eingeschränktes Studentenleben fernab des Hörsaals sein (weniger Kneipen, Studi-Partys, etc.) und vielleicht eine schlechte Infrastruktur (Bus/Bahn). Zudem fehlen eventuell einige Vorteile, die das Studentenleben erleichtern, wie beispielsweise ein Studententicket für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Universitäten sind meistens in größeren Städten angesiedelt. Da es hier ein umfangreiches Spektrum an verschiedenen Studiengängen gibt, bieten die Universitäten auch neben dem Studium jede Menge Angebote. Hierzu können unter anderem Sport- und Kulturprogramme, Uni-Partys, ein Chor und interdisziplinäre Veranstaltungen zählen. In den meisten Fällen gibt es ein Semesterticket, mit dem man die öffentlichen Verkehrsmittel im Umland nutzen kann und somit kostengünstig mobil ist. Auch die Universitäts-Städte haben sich auf die Studenten eingestellt und eröffnen meistens ein breites Freizeitangebot. Je nach Stadt können die Mieten allerdings auch sehr hoch sein, Wohnungen knapp und die Konkurrenz auf dem Nebenjob-Arbeitsmarkt schläft auch nicht.


Die Suche nach einem Dach über dem Kopf

Prinzipiell hast Du während Deines Studiums die Wahl zwischen drei Möglichkeiten, eine Bleibe zu finden. Entweder bleibst Du direkt zu Hause wohnen und pendelst zur Hochschule, Du suchst Dir Deine eigenen vier Wände oder Du ziehst in eine gemütliche Wohngemeinschaft.


O-Ton Nr. 1: „Ich bleibe lieber zu Hause wohnen und nutze den kompletten Service, den mir meine Mutter dort anbietet!“

Hier liegen die Vorteile auf der Hand: Du kannst Dich komplett auf Dein Studium konzentrieren und verschwendest keine Zeit mit der lästigen Hausarbeit. Darüber hinaus spart es ungemein Geld, weder Miete noch anfallende Nebenkosten für Telefon, Essen und Strom berappen zu müssen. Wichtig ist allerdings, dass Du Dich mit Deiner Familie gut verstehst, ansonsten können alle Beteiligten mit dieser Wohnsituation an ihre Grenzen stoßen!

Nachteile gibt es natürlich auch: Du wirst nach erfolgreichem Abschluss Deines Studiums immer noch verhungern, auch wenn der Kühlschrank voll ist (… das leidige Thema Haushalt). Zudem musst Du ggf. lange Strecken zur Hochschule pendeln und Du wirst dadurch nicht so richtig das Studentenleben genießen können. Pendelnde Studenten sind nämlich in der Regel die ersten, die nach der letzten Vorlesung zur Bahn hechten, während die anderen den Abend zusammen in Biergarten ausklingen lassen oder Lerngruppen bilden. Die sozialen Kontakte lassen sich dadurch weniger gut pflegen, da Pendler eigentlich immer auf dem Sprung sind.


O-Ton Nr. 2: „Ich ziehe in meine erste eigene Bude – Freiheit pur!“

Mit der ersten eigenen Wohnung kommen auch die ersten richtigen Verpflichtungen. Es fallen einige Nebenkosten an, Du musst den Haushalt schmeißen und darüber hinaus erst einmal damit klar kommen, plötzlich mutterseelenallein in einer neuen Stadt zu wohnen. Das letzte Problem löst sich jedoch schnell in Luft auf, denn Du wirst direkt am ersten Studientag neue Leute kennenlernen, denen es ähnlich geht. Die erste eigene Bude ist aber der richtige Schritt, flügge und damit selbstständig zu werden. Man munkelt allerdings, dass es Studenten gibt, die jedes Wochenende die komplette Schmutzwäsche bei Mutti abliefern und sonntags eine Wochenration eingetuppertes Futter mit zurückschleppen.

Die ganze Sache mit der eigenen Bude hat natürlich auch einen Haken, denn insbesondere kleine Wohnungen sind nicht gerade günstig. Es lohnt sich jedoch, wenn Du einmal beim Studentenwerk der Hochschule nachfragst und Dich gegebenenfalls auf die Warteliste für ein Appartement setzen lässt. Der Wohnraum des Studentenwerks ist immerhin noch bezahlbar, man hat direkt eine studentische Nachbarschaft und kurze Wege zur Uni. Darüber hinaus gibt es im Keller häufig Waschautomaten mit Münzbetrieb. Somit bekommst Du auch Deine schmutzige Wäsche schnell sauber. Darüber hinaus lohnt es sich, die Wohnungsangebote am Schwarzen Brett der Uni oder FH durchzugehen. Wenn Dir ein Angebot zusagt, solltest Du aber flink wie ein Wiesel Kontakt mit den Vermietern aufnehmen, denn die besten Wohnungen sind schnell weg!


O-Ton Nr. 3: „Ich suche mir ein WG-Zimmer – dann finde ich direkt Anschluss und günstiger ist es auch!“

Im Studium ist ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft in der Tat die gängigste Wohnform. Die Vorteile liegen hier auf der Hand: geteilte Nebenkosten, niedrige Mieten und man bekommt direkt eine Art Ersatzfamilie frei Haus. Doch vor allem eine Wohngemeinschaft bringt Verpflichtungen mit sich, die nicht jeder Mitbewohner gleich ernst nimmt. Hierzu zählen vor allem die regelmäßige Entsorgung des Mülls, Geschirrspülen, das Putzen von Bad, Küche und Flur sowie der Einkauf von Toilettenpapier und Spüli. Gerade diese Punkte sorgen in einer WG regelmäßig für Zündstoff und da hilft auch der ausgeklügeltste Haushalts- und Putzplan meist wenig. Auch wenn es sicher den ein oder anderen Reibungspunkt gibt, lernst Du in einer WG unendlich viele soziale Kompetenzen, Deine Toleranzgrenze in Sachen Ordnung und Sauberkeit verändert sich stetig und Du wirst sehr schnell sehr selbstständig. Denn im Vergleich zu Deiner Mutter fällt es einem Mitbewohner deutlich leichter, Dich zum Bad putzen zu verdonnern.;-)

Auch wenn ein WG-Zimmer meistens die Größe eines Schuhkartons besitzt und Du Dir die Gemeinschaftsräume mit anderen (erst einmal fremden) Leuten teilen musst, wirst Du Deine WG-Zeit nie vergessen. Es ist immer was los, häufig kommen Freunde der Mitbewohner vorbei und man verbringt den ein oder anderen langen Abend in der Küche und redet über Gott und die Welt. Ja, die Küche ist der Dreh- und Angelpunkt einer WG

Jetzt fragst Du Dich sicher, ob Du überhaupt ein WG-Typ bist. Wenn Du nicht gerade zur Kategorie Einsiedlerkrebs gehörst, wirst Du Dich in einer Wohngemeinschaft wohlfühlen. Zumal Du auch immer die Wahl hast, ob Du nur mit einer Person zusammen ziehst oder mit zwei, drei oder vier Leuten.

Nur wie kommt man an eines dieser heiß begehrten WG-Zimmer? Auch hier führt Dich Dein Weg direkt ans Schwarze Brett in der Uni/FH oder zum Studentenwerk. Es gibt einerseits Wohngemeinschaften in den Studentenwohnheimen des Studentenwerks und natürlich private Angebote auf dem Wohnungsmarkt. In jedem Fall musst Du Dich direkt bei Deinen potenziellen Mitbewohnern um ein freies Zimmer bewerben. Falls Du also am Schwarzen Brett in der Uni einen Zettel siehst, dass ein Zimmer in einer WG frei ist, zögere nicht und ruf an. Denn die Konkurrenz schläft nicht und Du musst Deine zukünftigen Mitbewohner in einem persönlichen Gespräch von Deinen Stärken überzeugen. Denn eines ist für eine Wohngemeinschaft überlebenswichtig: Die Chemie zwischen den Mitbewohnern sollte zumindest in den meisten Punkten stimmen.

Vergleicht man also alle drei Wohnformen, gibt es einen deutlichen Gewinner in Sachen Kostenersparnis, Lernen für’s Leben und Geselligkeit – die Wohngemeinschaft!

Universität versus Fachhochschule – welche Hochschule ist die richtige für mich?

Mit der Suche nach deUni oder FH? Die Suche nach der passenden Hochschulem passenden Studiengang geht auch meistens die Entscheidung für eine bestimmte Universität oder Fachhochschule einher. Zum einen kann man nicht jeden Studiengang überall studieren und zum anderen haben beide Hochschultypen ihre Stärken und Schwächen.

Ein Klischee hält sich immer noch recht hartnäckig: Das Niveau an einer Fachhochschule ist niedrig, das Studium kinderleicht, die Universität ist dagegen sehr anspruchsvoll und das Studium außerordentlich schwierig. Kurz gesagt – das Klischee ist völliger Unfug. Fest steht jedoch, dass das Studium an einer FH anders ist als an einer Uni. Doch wie unterscheiden sich die beiden Hochschultypen? Und wie finde ich heraus, ob ich mich an einer Uni oder an einer FH besser aufgehoben fühle?


Die Zugangsvoraussetzungen

In den meisten Fällen entscheidet der Numerus clausus, kurz NC, darüber, ob Du eine Chance auf einen Studienplatz hast. Hier kommt die Durchschnittsnote Deines Schulabschlusses ins Spiel. Gibt es für ein Studienfach zu viele Bewerber und zu wenige Plätze, wird der Zugang zu diesem Fach mithilfe des Numerus clausus beschränkt. Je besser Deine Abschlussnote also ausgefallen ist, desto besser stehen Deine Chancen auf einen Studienplatz und darüber hinaus sind die Studien-Möglichkeiten vielfältiger.

Für ein Universitäts-Studium benötigst Du in der Regel die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur. Die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium an der FH variieren je nach Studiengang. Meistens genügt hier die Fachhochschulreife und teilweise muss ein Vorpraktikum absolviert werden. In manchen Studiengängen kann es nicht schaden, im Vorfeld bereits eine berufliche Ausbildung im entsprechenden Bereich abgeschlossen zu haben. Betrachtet man exemplarisch den Studiengang Innenarchitektur, so haben Studenten, die bereits gelernte Tischler sind, nicht nur in Fächern wie technischem Zeichnen und Möbeldesign Pluspunkte.

Für einige Studiengänge (beispielsweise im Bereich Sport, Kunst und Musik) musst Du im Vorfeld Aufnahmeprüfungen für einen Studienplatz durchlaufen oder eine Mappe mit Arbeitsproben einreichen, um Dich zu bewerben. Es ist also ratsam, sich frühzeitig über die einzelnen Aufnahmeverfahren und Anforderungen zu erkundigen, um genug Vorbereitungszeit zu haben.


Die Studieninhalte – wo kann ich was studieren?

Natürlich bietet nicht jede FH und jede Uni dieselben Studiengänge an. Wenn man sich also grob für eine Studienrichtung entschieden hat, macht es Sinn, sich die einzelnen Schwerpunkte genauer anzusehen. Einen hervorragenden Überblick über die einzelnen Studienrichtungen und Angebote der Fachhochschulen und Universitäten bietet der Hochschulkompass, ein Angebot der Hochschulrektorenkonferenz. Hier kannst Du unter anderem einen Interessentest machen, die passende Hochschule suchen und ein Dach über dem Kopf finden. Also klick Dich einmal durch dieses Angebot – es lohnt sich!


Die Fachhochschule und ihre Stärken und Schwächen

Schon allein die Tatsache, dass Du im Laufe eines FH-Studiums in der Regel ein Praktikum machen musst, verdeutlicht, dass der Praxisbezug hier eine entscheidende Rolle spielt. Hinzu kommt, dass der Studienverlauf für jedes einzelne Semester meistens schon vorgegeben wird, was dazu führt, dass man in einer Art Klassenverband studiert. Somit verbringt man die einzelnen Seminare meistens mit bekannten Kommilitonen. Dies kann zum einen den Zusammenhalt und das Durchhaltevermögen fördern und zum anderen bilden sich so einfacher Lerngruppen, da alle dasselbe Ziel verfolgen. Dennoch besitzt die Fachhochschule einen eher verschulten Charakter und weniger Freiheiten hinsichtlich der Fächer- und Schwerpunktwahl. Darüber hinaus liegt der Fokus hier weniger auf dem wissenschaftlichen Arbeiten. In manchen Studiengängen ist die Abschlussarbeit daher das erste wissenschaftliche Schriftstück, das ein Student verfasst. Im Hauptstudium spezialisiert man sich in den meisten Fällen auf einen thematischen Schwerpunkt, wodurch sich auch das anschließende Berufsziel konkretisiert. Besonders zu empfehlen ist die Fachhochschule unter anderem für angehende Studenten, die bereits eine Berufsausbildung absolviert haben und sich in ihrem Bereich spezialisieren möchten bzw. bessere Aufstiegschancen anstreben. Darüber hinaus werden manche Studiengänge nur an Fachhochschulen angeboten.


Die Universität und ihre Stärken und Schwächen

Im Rahmen der Bologna-Reform wurden die altehrwürdigen Diplom- und Magister-Studiengänge eingestampft und durch die Bachelor- und Master-Abschlüsse ersetzt … eine lange Geschichte. Dadurch, dass das Studium nun straffer organisiert ist, genießen die Studenten weniger Freiheiten und Wahlmöglichkeiten. Dennoch steht es Dir frei, auch mal fachfremde Veranstaltungen zu besuchen (soweit nicht nur begrenzte Plätze verfügbar sind) oder Seminare, die Dich fernab der Credit Points, die Du für Deinen Studienabschluss sammelst, interessieren. Für mich waren beispielsweise Seminare wie Drehbuchwerkstatt, der Radiopass, Sprechtraining und ein Theaterworkshop Gold wert.

Das Studium an einer Uni ist zwar freier und weniger verschult, dennoch benötigt man deutlich mehr Eigendisziplin und Durchhaltevermögen. Es kann sein, dass man in jedem Seminar auf neue Kommilitonen aus verschiedenen Semestern trifft, da es keinen Klassenverband wie an einer FH gibt. Ein wichtiger Schwerpunkt ist das wissenschaftliche und vor allem eigenständige Arbeiten, um Seminare, Referate, Hausarbeiten und Prüfungen vorzubereiten. So musst Du Dir das Wissen, das in den Prüfungen abgefragt wird, zu einem gewissen Teil selbst aneignen und in den meisten Studiengängen regelmäßig Hausarbeiten schreiben. Aber keine Angst: Zum einen gibt es Tutoren, die Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und zum anderen kann man wissenschaftliches und selbstständiges Arbeiten gut erlernen! Zudem hat man an der Uni die Möglichkeit, verschiedene, teilweise sehr konträre Fächer kombiniert zu studieren, auch wenn das Berufsziel nicht immer direkt ersichtlich ist (insbesondere in den Geisteswissenschaften). Falls Dir das wissenschaftliche Arbeiten besonders gut liegt, kannst Du mit einem Hochschulabschluss in der Tasche auch noch den Schritt in Richtung Promotion wagen. Der Weg von der FH zum Doktortitel ist dagegen deutlich eingeschränkter und schwieriger. Zu guter Letzt sind Unis meist größer als FHs und bieten daher ein umfangreiches Angebot neben dem Studium an, wie beispielsweise den Uni-Sport, Workshops oder Uni-Partys.

Beim nächsten Mal schauen wir, ob Du eher ein WG-Typ bist, Deine eigenen vier Wände brauchst oder lieber weiterhin die Füße unter den Tisch Deiner Eltern stellen möchtest.