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Unterwegs mit dem Trüffelschwein: Die Suche nach dem perfekten Thema

Aller Anfang ist schwer, da bilden Haus- und Abschlussarbeiten im Studium keine Ausnahme. Bevor Du nämlich richtig in die Tasten hauen kannst, benötigst Du als Erstes ein gutes Thema. Nur was versteht man unter einem „guten“ Thema und wo versteckt es sich? Der Uni-Dschungel Blog schaut mal mit Dir in der Trickkiste unter dem Stichwort „wissenschaftliches Schreiben“ nach!

Die Suche nach einem Thema für die Bachelor- und Masterarbeit


Augen auf bei der Themenwahl

Das Thema Deiner Wahl sollte einige Attribute mitbringen, die wir uns jetzt mal genauer ansehen wollen. Eines der wichtigsten Charakteristika: Es sollte Dich interessieren, nicht nur Deinen Prof. Warum? Nun, Du wirst Dich schließlich über einen längeren Zeitraum mit Deiner wissenschaftlichen Arbeit auseinandersetzen. Also wäre es sicher förderlich, wenn Du zumindest ein wenig für die Materie brennst. Das gilt vor allem für Abschlussarbeiten, ganz zu schweigen von Doktorarbeiten… ich sage nur jahrelange (!) Knechtschaft in Bezug auf ein und dasselbe Thema. Eine kurze Prognose: Du wirst es zum Schluss satthaben, und zwar für immer. 😉 

Darüber hinaus sollte das Thema vielseitig sein, denn nur so bietet es ein breites Spektrum, über das Du schreiben kannst. Natürlich darf es auch nicht zu komplex und kompliziert sein. Zu guter Letzt muss die Thematik auch Deinem Betreuer gefallen, sonst leidet später die Note. Also musst Du das Thema mit ihm oder ihr absprechen, und zwar bevor Du drauf los schreibst.


Im Labyrinth der Möglichkeiten

Wie ein Trüffelschweinchen musst Du Dich nun auf die Suche nach dem optimalen Thema machen. Nur wo fängst Du an? Der Ort der Inspiration ist die Bibliothek, denn dort kannst Du Dich mit verschiedenen Gebieten vertraut machen und Deinen Gedanken freien Lauf lassen.

Vielleicht hast Du auch bereits im Seminar ein Referat gehalten und möchtest darüber die Arbeit schreiben? Oder interessiert Dich eine bestimmte Thematik, die im Seminar behandelt worden ist? Wenn das alles nicht der Fall ist, hilft Dir vielleicht ein Brainstorming – welche Themenbereiche findest Du spannend?

Nun kannst Du es Dir in der Bibliothek gemütlich machen und nach Herzenslust schmökern. Vielleicht hilft es Dir, die aktuellen Ausgaben der wissenschaftlichen Zeitschriften Deines Fachbereichs durchzusehen. Zum Teil gibt es die bereits in digitaler Form und Du findest sie in den Datenbanken Deiner Bibliothek. Die wissenschaftlichen Aufsätze beschäftigen sich mit den neuesten Forschungsergebnissen und liefern die aktuellsten Literaturlisten zur Materie direkt mit. 

Also dann, richte Dich in der Bibliothek häuslich ein und weck das Trüffelschwein in Dir. Der Uni-Dschungel Blog wünscht Dir eine erfolgreiche Suche nach dem perfekten Thema!

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Eine kulinarische Reise durch den Uni-Dschungel

Wie sagt man so schön: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Auch Studenten brauchen ab und an etwas zwischen die Kiemen, denn mit leerem Magen studiert es sich schlecht. Doch was machst Du, wenn Deine hochschuleigene Mensa nicht gerade zu den Gourmettempeln zählt? Oder noch schlimmer: Du ernährst Dich vegetarisch und hast täglich die Qual der Wahl zwischen Pommes rot-weiß oder einem Salatteller? Dann kannst Du Dich nun auf eine kulinarische Reise durch den Uni-Dschungel freuen!

Eine vegetarische Reise durch den Uni-Dschungel

Spiel mir das Lied vom faden Grünkernbratling!

Gründe, sich für eine vegetarische Ernährung zu entscheiden, gibt es zur Genüge. Ein übermäßiger Fleischkonsum schadet der Gesundheit, ist schlecht für’s Klima und die Massentierhaltung ist auch keine ruhmreiche Errungenschaft, um nur die wichtigsten Argumente zu nennen. Da wundert es nicht, dass viele Menschen auf eine vegetarische oder fleischreduzierte Ernährung setzen. Der Trend der bewussten Ernährung macht auch vor den Hochschulen nicht halt. Da es unter den Studierenden ebenfalls eine größer werdende Schar von Vegetariern oder Flexitariern gibt, haben viele Hochschulen ihr Essensangebot in der Mensa mal mehr, mal weniger kreativ verändert. Trotzdem ist es auch heute noch nicht selbstverständlich, ein schmackhaftes, vegetarisches Essen serviert zu bekommen. Ich denke da an die leidenschaftslos zusammengebastelten Grünkernbratlinge, die wie eingeschlafene Füße geschmeckt haben. Oder die Grusel-Variante einer Gemüselasagne – gefüllt mit bitterem Rosenkohl. Falls Du auch jeden Mittag ratlos vor der Essenausgabe stehst, ist Deine Kreativität gefragt! Denn dann musst Du selbst den Kochlöffel schwingen, um im Uni-Dschungel zu überleben.


Das Gemüse der vier Jahreszeiten

Um als Vegetarier ein schmackhaftes Essen zu kochen, benötigst Du in erster Linie Gemüse. Damit Du auch satt wirst, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Für eine erschwingliche, abwechslungsreiche Küche, und zwar das ganze Jahr über, sind zwei Aspekte besonders wichtig: die Verwendung von regionalen und saisonalen Gemüse- und Obstsorten. Besonders frisches und vor allem günstiges Gemüse bekommst Du direkt beim Erzeuger. Jetzt hat man in einer klassischen Universitätsstadt natürlich nicht immer gleich einen Gemüsebauern um die Ecke. In dem Fall kann sich ein Bummel über den Wochenmarkt sehr lohnen, denn dort haben die Bauern der Region meistens auch einen Gemüsestand. Zudem gibt es in vielen Regionen mittlerweile die Möglichkeit, ein sogenanntes Gemüse-Abo abzuschließen und so bekommt man wöchentlich eine Kiste mit regionalen Naturalien direkt bis vor die Haustür geliefert. So etwas bietet sich natürlich eher an, wenn Du Dir die Gemüse-Kiste mit jemandem teilen kannst. Sonst gibt es nachher vier Tage Kohlsuppe bis sie Dir endgültig zum Hals raus hängt. 😉


Alles bio oder was?

Ich persönlich hole mein Obst und Gemüse jede Woche im Hofladen. Dort kann ich auch frische Eier kaufen und sehe jedes Mal, welch glückliches Leben die freilaufenden Hühner haben. Mein Gemüsebauer hat einen konventionellen Betrieb und das Gemüse ist somit nicht bio-zertifiziert. Aber ich weiß, dass man dort beispielsweise bedarfsgerecht düngt und auch natürlich Ressourcen zur Schädlingsbekämpfung nutzt. So dürfen sich die sogenannten Nützlinge auch mal den Bauch vollschlagen. 😉 
Nachdem ich mich sehr viele Jahre vegetarisch ernährt habe, esse ich mittlerweile hin und wieder Fleisch (Stichwort: Eisenwerte). Allerdings kaufe ich das nur noch an der Fleischtheke im Bioladen meines Vertrauens (aus Gründen des Tierwohls, der Haltung, des Futters etc.). In der Verwandtschaft und im Freundeskreis stößt man als Vegetarier oder Flexitarier allerdings auch heute noch auf Unverständnis, das ist bei mir auch nicht anders.
Da man als Student in der Regel nicht im Geld schwimmt, ist insbesondere Bio-Gemüse eine kostspielige Sache. Bevor Du also hungerst und nur noch Miniatur-Gemüse in Bioqualität isst, um nicht bankrott zu gehen, solltest Du Dir einen konventionellen Hofladen oder Gemüsestand Deines Vertrauens auf dem Markt suchen. Man entdeckt dort immer wieder neue bzw. uralte Gemüsesorten. Kennst Du Portulak? Nein, das ist kein Insekt, sondern eine alte Salatsorte, die es vor allem im Winter gibt. Oder was ist mit der guten alten Urmöhre? Die erstrahlt in einem leuchtenden Lila mit orangefarbenden Tüpfelchen und eignet sich sehr gut für Möhrensalat. Und auch der Kohl im Winter kommt in unterschiedlichen Sorten auf den Tisch und er kann sehr viel mehr als Eintopf sein. So ein frischer Brokkoli kann schnell mal im Wok, Auflauf oder in der Suppe landen. Von den bunten Kürbissen fange ich jetzt erst gar nicht an, ich sage nur selbst geklöppelte Ravioli mit Kürbisfüllung oder eine schöne, heiße Kürbis-Suppe mit einem samtigen Hauch von Sahne. Na, Hunger bekommen?


Vegetarische Küche ist keine Hexerei

Du warst auf dem Wochenmarkt einkaufen? Jetzt steht ein prall gefülltes Körbchen mit vielen verschiedenen saisonalen Gemüse-Sorten auf Deinem Küchentisch und Du fragst Dich, was Du damit nun anfangen sollst? Auf den Rezept-Fundus Deiner Großmutter kannst Du nicht zurückgreifen, da jedes zweite Wort Schweinespeck lautet? Dann ist wohl Fantasie, Kreativität und das richtige Kochbuch gefragt. Mein vegetarisches Studenten-Kochbuch ist leider noch in der Mache. 🙂 Der Schwerpunkt wird auf saisonalem Gemüse liegen und mein ganz persönliches Steckenpferd, die mediterrane Küche, kommt da auch nicht zu kurz. Also kompakt gesagt: Leckere Rezepte, die satt und glücklich machen, und die sich auch ein Student spielend leisten kann. Bis mein vegetarisches Kochbuch fertig ist, kann ich Dir erst einmal zwei gute Bücher empfehlen, die sich in meiner Küche bewährt haben. Hierzu zählt ein Klassiker, der von der Vorspeise, über den Hauptgang, bis zum Dessert alles vereint: „Vegetarisch! Das Goldene von GU“ mit sage und schreibe 400 Rezepten. Etwas raffinierter ist das Kochbuch „Vegetarisch genießen“ von Martin Kintrup und Dagmar von Cramm, das auch im GU-Verlag erschienen ist. Die Rezepte sind darin nach Jahreszeiten sortiert und es gibt zwischendurch eine kleine Warenkunde und Infos über eine ausgewogene und gesunde Ernährung.
Aber so ganz ohne persönliche Note lasse ich Euch jetzt nicht an die Töpfe. Hier ist noch ein Lasagne-Rezept aus meiner Feder, für das Ihr nicht mal einen Hofladen oder Gemüsestand braucht. Nur so als Übung für den Anfang. 😉 Viel Spaß beim Nachkochen – es werden weitere Rezepte aus dem Uni-Dschungel folgen, aber dann mit taufrischem Gemüse!

Jetzt aber ran an den Kochlöffel!