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Zwischen Baldrian und Riechfläschchen – es ist Prüfungszeit!

Das Semester neigt sich so lTipps aus dem Uni-Dschungel gegen Prüfungsangstangsam dem Ende zu und die Semesterferien rücken in greifbare Nähe. Klingt alles nach Ferienstimmung – wenn da nicht noch die Klausuren zum Semesterabschluss ins Haus stünden. Und wenn es sich dabei dann auch noch um die ersten Prüfungen an der Hochschule handeln, kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Wie Du trotz Prüfungsstress einen kühlen Kopf behältst, erfährst Du hier.

Natürlich ist das jetzt nicht Deine allererste Klausur in Deinem Leben und Prüfungsangst ist Dir sicher auch schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen. Dennoch ist es die erste Klausur an der Hochschule, das ist schon etwas Besonderes. Damit Du nicht vor lauter Schreck kurz vorm Prüfungstermin ein ärztliches Attest für das Prüfungsamt aus dem Hut zaubern musst, gehst Du in der Vorbereitungsphase am besten strategisch vor.


Phase 1: Zu jeder Klausur gehört auch ein Seminar

Du bist selbstverständlich klar im Vorteil, wenn Du das Seminar, in dem Du zum Semesterende die Klausur schreiben musst, auch live und in Farbe besuchst. Darüber hinaus wird gerade im Grundstudium zu den Hauptseminaren nicht selten ein Tutorium angeboten. Diesen Termin solltest Du unbedingt wahrnehmen, denn die Tutoren wissen meistens am besten, was in der Klausur erwartet wird und können Dir geduldig alle Fragen zum Stoff beantworten.


Phase 2: Die geistige Anwesenheit im Seminar

Es bringt erfahrungsgemäß nicht so viel, wenn Du nur dekorativ im Seminar rumsitzt. Daher ist sowohl die Vor- als auch die Nachbereitung des durchgesprochenen Stoffs das A und O. Mitschreiben schadet darüber hinaus auch nicht. Falls Dein Dozent einen Semesterapparat (was das ist, findest Du hier) oder ein bestimmtes Buch empfiehlt, solltest Du Dich schleunigst darum kümmern, denn damit kannst Du Dich optimal auf die Prüfung vorbereiten.


Phase 3: Gemeinsam lernt es sich meist besser

Ich gebe zu, „Rudellernen“ ist jetzt nicht jedermanns Sache und es hängt auch stark davon ab, für welches Fach man lernt. Dennoch bietet es sich in vielen Bereichen an, Lerngruppen mit netten Kommilitonen zu bilden. So kann man gemeinsam früh genug den Lernstoff erarbeiten und noch einmal durchsprechen. Eventuell können die Kommilitonen auch manche Dinge besser erklären als der Dozent. Ganz wichtig ist es, dass Du das Lernmaterial gut strukturierst, damit Du den Überblick behältst.


Phase 4: Endspurt!

Es ist bald so weit: Du kannst die Tage bis zur Klausur schon runterzählen und wirst langsam nervös. Jetzt hast Du das Gefühl, die Zeit reicht niemals, um sich den Stoff noch zu merken, und Dein Gehirn hat stur auf Durchzug geschaltet. Alles völlig normal! Achte darauf, dass Du genügend Pausen machst, auch mal schläfst und etwas Ordentliches isst (vielleicht gönnst Du Dir zwischendurch eine Veggie-Lasagne, die hilft immer). Weder Baldrian noch Traubenzucker bewirken Wunder. Aber gewisse Rituale werden Dir dabei helfen, die stressige Lernphase zu überbrücken. Vielleicht joggst Du gerne um den Block, um Dich zu entspannen, oder Dir hilft autogenes Training – das alles musst Du ganz alleine rausfinden. Die Studienberatungen der Hochschulen bieten in der Regel Kurse zum Thema Entspannungstechniken an. Vielleicht lohnt sich auf lange Sicht der Besuch eines Kurses.


Phase 5: Und Action!

Nun ist es endlich soweit, die Klausur steht an. Du bist extra früh ins Bett gegangen, aber Du hast kein Auge zugetan? Macht nichts, das Adrenalin in Deinem Körper wird Dich trotzdem zu Höchstleistungen pushen. Pack Dir etwas Essbares und ein Getränk ein, zumindest die gute alte Banane und eine Flasche Wasser sollten dabei sein. Vielleicht leistet ja auch noch der altbewährte Glücksbringer gute Dienste: Egal ob es sich dabei um ein völlig durchgeknuddeltes Plüschschwein oder ein angelaufenes Amulett in Klee-Form handelt. Jetzt atme noch mal tief durch und dann los!

Ich kann nur sagen: Toi, toi, toi für Euch alle da draußen, die Ihr im Prüfungsstress steht – viel Erfolg & starke Nerven! Alles wird gut!

Die Bibliothek – Dein Freund und Helfer

Egal, ob Die Bibliothek: Hilfe im Labyrinth der BücherDir eine Prüfung ins Haus steht oder Du eine Hausarbeit schreiben musst, um einen Ort kommst Du nicht herum: die Bibliothek. Zugegeben, diese heiligen Hallen erscheinen anfangs etwas imposant und unübersichtlich und leider ist jede Bibliothek anders aufgebaut. Dennoch soll Dir ein kleiner Wegweiser durch den Tempel der Weisheit in Zukunft dabei helfen, auf direktem Weg das richtige Buch zu finden.

 

Hilfe im Labyrinth der Bücher

Wie bereits angedeutet, ist jede Bibliothek anders strukturiert. Du bist ein wahrer Glückspilz, wenn Du eine Hochschule erwischt hast, die die Medien nach Fakultäten, Fachbereichen und Themengebieten sortiert hat. Hier wirst Du viel Freude und Erfolg bei der Buchsuche haben. Du gehörst jedoch eher zur Kategorie Pechvogel, wenn Deine Bibliothek die Bücher nach Jahreszahlen geordnet hat. Ja, ja, die soll es tatsächlich geben und ich nenne jetzt mal keine Namen. Die Buch-Sortierung nach Jahreszahlen ist für die Mitarbeiter der Bibliothek äußerst praktisch und für Dich überaus frustrierend, da alle Bücher aus einem Jahr ungeordnet nebeneinander stehen: beispielsweise Goethes Faust zwischen Stochastik und Biochemie. Damit Du Dich mit den spezifischen Sortierungen und Angeboten Deiner Bibliothek bestens auskennst, kann ich Dir die Info-Veranstaltungen wärmstens ans Herz legen. Hier wirst Du in Sachen Suchmaschinen, Buchsortierung und Recherche bestens geschult. Was Du Dir auf jeden Fall anschaffen solltest, ist eine Copycard für die Kopierer in der Bibliothek – die wirst Du dringend benötigen!


Vom Suchen und Finden der passenden Literatur

Um Medien in der Bibliothek zu finden, verwendest Du am besten die Suchmaschine, die Du an den PC-Arbeitsplätzen nutzen kannst. Über die Suchmaschine ist es möglich, direkt Bücher zu suchen oder nach Stichwörtern zu recherchieren. Neben Büchern kannst Du auch Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften oder Herausgeberschriften suchen. Falls mal ein Buch oder ein Aufsatz nicht in Deiner Bibliothek verfügbar ist, besteht die Möglichkeit der Fernleihe. Auch hier gibt es eine spezielle Suchmaschine, die Dir die Verfügbarkeit an anderen Hochschulen anzeigt. Im Anschluss kannst Du die gewünschte Publikation dann (kostenpflichtig) bestellen.

Überaus praktisch ist die Möglichkeit, sich über einen VPN-Client mithilfe eines Passwortes von zu Hause in das Angebot Deiner Bibliothek bzw. in das Uni-Netz einzuloggen. Um diesen Zugang bzw. die Software zu erhalten, müsstest Du Dich einmal am Infostand der Bibliothek bzw. im Hochschulrechenzentrum (HRZ) erkundigen. Im Campusnetz hast Du u. a. die Möglichkeit, auf wissenschaftliche Veröffentlichungen, die es als E-Book gibt, zuzugreifen, sofern Deine Uni die jeweilige Publikation online anbietet. Wenn Du Dich also auf dem Campus eingeloggt hast, kannst Du die Aufsätze oder Kapitel aus E-Books direkt abspeichern. Des Weiteren ist es möglich, auch schnell mal ein Stichwort im Wörterbuch, fachspezifischen Handbuch oder in einem Lexikon nachzuschlagen, ohne extra in die Bibliothek laufen zu müssen. Das ist äußerst praktisch!


Lesen bis der Arzt kommt!

Am Anfang steht das Thema Deines Referats, Deiner Hausarbeit oder Prüfung. Dieses Thema hast Du Dir natürlich nicht immer freiwillig ausgesucht. Nun musst Du Dich erst einmal in die Thematik vertiefen. Hier hilft in der Regel eine Liste mit einem Überblick über die spezifische Literatur, die Du manchmal bereits im Seminar erhältst. Erst einmal musst Du also lesen, lesen und nochmals lesen, um ein Gespür dafür zu bekommen, welche Literatur Dir bei Deinem Thema weiterhilft und welche Publikationen hier zum Standard gehören. Falls Du in den Genuss kommst, eine Bibliothek nutzen zu können, die die Bücher nach Fach- und Themenbereichen sortiert hat, kannst Du Dich auch direkt am Bücherregal nach brauchbarer Literatur umsehen. Darüber hinaus ist es hilfreich, zwischendurch mit Deinem Dozenten hinsichtlich Deiner Literaturauswahl Rücksprache zu halten.


Und dann gibt es da noch den Semesterapparat …

Im sogenannten Semesterapparat stehen die Bücher, die die Dozenten für ihre Veranstaltung vorgesehen haben. Hinzu kommen Mappen mit Texten, die für das jeweilige Seminar oder die Vorlesung relevant sind. Hier hast Du die Möglichkeit, die jeweiligen Texte zu kopieren ohne sie vorher aufwendig suchen zu müssen. Aber geh bitte pflegsam mit der Mappe um, denn die Texte benötigen schließlich alle Studenten, die die Veranstaltung besuchen. Die Mappe in der Bibliothek zu verstecken und solche Scherze sind somit unfair und ein Tabu, das hat es aber alles schon gegeben. Mittlerweile stellen die Dozenten das Material für die Veranstaltung auch häufig online zur Verfügung. Wie Du an die Texte kommst, wird Dir Dein Dozent zu Beginn der Veranstaltung verraten.

Ein Buch in der Bibliothek solltest Du nun also problemlos finden. Nach der Recherche und dem Sichten unzähliger Texte sitzt Du nun vor einem leeren Dokument und weißt nicht, wie Du anfangen sollst. Um diese Baustelle kümmern wir uns jedoch ein anderes Mal