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Wenn sich der frühe Vogel mit dem späten Bären eine Höhle teilt

Du hast Dir bereits unzählige WG-Zimmer angesehen, diverse WG-Castings durchlaufen, Absagen erhalten oder einfach nichts mehr gehört. Und doch gibst Du nicht auf, eines der heiß begehrten Zimmer zu erhalten. Schließlich liegen die Vorteile einer Wohngemeinschaft auf der Hand, wie beispielsweise die geringeren Kosten für die Miete. Deine Suche nach einem passenden Schuhkarton auf Zeit geht also weiter. Hier sind noch ein paar Tipps, wie Du ein Dach über dem Kopf aufstöbern kannst. Damit nach dem Einzug nicht das böse Erwachen kommt, wenn Du merkst, dass die Chemie zwischen Dir und Deinen neuen Mitbewohnern überhaupt nicht stimmt, solltest Du im Vorfeld ein paar Rahmenbedingungen ausloten. Welche das sind, verrät Dir der Uni-Dschungel Blog.

Die frühe Lerche und die späte Nachteule in einer WG


 Die frühe Lerche und die späte Nachteule

Huch, was kommt denn jetzt? Keine Sorge, ich bin nicht unter die Vogelkundler gegangen. Hier stellt sich die Frage, ob Frühaufsteher und Langschläfer in einer WG gut miteinander auskommen. Nicht wirklich, würde ich sagen. Warum? Nun, stellt Euch folgende Szene morgens in der WG-Küche vor: Ein Mitbewohner (Typ Lerche) hat in den frühen Morgenstunden beste Laune. Er pfeift schief diverse Lieder, quasselt wie ein Wasserfall und steckt voller Energie, ohne auch nur einen Tropfen Koffein im Blut. Ein anderer Mitbewohner (Bauart Eule), der sich nach einem langen Kampf mit dem Wecker aus den Federn gepellt hat, schlufft müde und knatschig in die Küche, um sich erst einmal einen starken Kaffee zu kochen (die Augen sind fast zu). Dem ist jetzt weder nach Smalltalk noch nach dem Pfeifkonzert seines quietschvergnügten Mitbewohners. Das war jetzt nur ein kurzer Ausschnitt einer fiktiven Küchenszene.

Der Lerchentyp kann morgens bis nachmittags perfekt lernen (ist aber früh müde, spätestens um 22 Uhr ist das Licht aus). Doch die Eule läuft erst gegen Nachmittag zur geistigen Höchstleistung auf und findet abends kein Ende mehr. Und dann kann es spät werden. Wenn aber morgens bereits weit vor Sonnenaufgang  eine Party in der Küche steigt und die Eule deswegen nicht mehr schlafen kann, ziehen die ersten Gewitter auf. Lasst es Euch gesagt sein: Nachteulen und Frühaufsteher passen einfach nicht zusammen! Das könnt Ihr Euch aber auch für Beziehungen hinter die Löffel schreiben. 😉


 Alter Hase trifft auf mopsfidelen Frischling

Wie man sich bestimmt vorstellen kann, haben Erstsemester andere Lebensschwerpunkte als Studenten kurz vor ihrem Abschluss. Wer gerade frisch mit dem Studium begonnen hat, muss sich verständlicherweise erst einmal einleben und nimmt natürlich jede Party mit. Kurz vorm Ende des Studiums wird es dagegen eher stressig und man benötigt mehr Ruhe für Prüfungen oder die Abschlussarbeit. Somit erleichtert es das Zusammenleben um einiges, wenn die WG-Bewohner in einem ähnlichen Alter bzw. Abschnitt ihres Studiums sind. 


Der Zitronensäurezyklus und der kategorische Imperativ am Frühstückstisch

Bevor Du in eine WG ziehst, kannst Du natürlich auch darauf achten, ob Deine zukünftigen Mitbewohner einen ähnlichen Studiengang gewählt haben. Vielleicht erleichtert es einiges, wenn beispielsweise Naturwissenschaftler, Philosophen oder Juristen unter sich sind. Es kann jedoch auch spannend sein, wenn unterschiedliche Disziplinen unter einem Dach wohnen. Für ausreichend Gesprächsstoff ist dann gesorgt und der Horizont wird auch direkt erweitert.

Darüber hinaus ist es typenabhängig, ob man in eine gemischte WG ziehen möchte. Gerade in kleineren WGs ist es eher ratsam, wenn Studenten und Studentinnen unter sich wohnen (=weniger Konfliktpotenzial).

Also dann, Augen auf vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft! Ein guter Rat zum Schluss: Vermeidet es besser, mit Pärchen zusammenzuziehen – das ist sehr anstrengend (zwischen Rosenkrieg und Süßholzraspeln)!

Nun kann die Suche nach einem passenden Schuhkarton richtig losgehen! Viel Erfolg wünscht Dir Dein Uni-Dschungel Blog!

„Schöner Wohnen“ im Schuhkarton

Du hast ein hDer Uni-Dschungel Blog gibt Tipps für den WG-Alltageiß begehrtes, wenn auch winziges Zimmer in einer Wohngemeinschaft ergattert? Glückwunsch! Damit Du Dich aber nicht gleich in den ersten Wochen mitten ins Wespennest setzt oder ins Fettnäpfchen trittst, gibt es hier ein paar Tipps für den WG-Alltag.

Ungeschriebene Gesetze

Ach, herrlich! Deine eigenen vier Wände! Klein, aber fein, in der Größe eines Schuhkartons – Deine Oase der Ruhe. Aber ich muss Dich daran erinnern, dass da draußen auch noch andere Menschen leben – Deine Mitbewohner. Und die ticken ein bisschen anders als Deine Familie, mit der Du Dir wahrscheinlich bisher Deinen Lebensraum geteilt hast. Damit das Zusammenleben vor allem in den Gemeinschaftsräumen rund läuft, solltest Du ein paar ungeschriebene Gesetze des WG-Lebens verinnerlichen.


Der Kühlschrank und sein Inhalt

In den meisten WGs bekommt jeder Mitbewohner ein Fach im Kühlschrank und ein Fach in einem Küchenschrank. Aber was tun, wenn im eigenen Futtervorrat gerade gähnende Leere herrscht? Zu Hause wäre das jetzt eine einfache Geschichte: Kühlschrank auf, es wird schon etwas Brauchbares dabei sein. Da kann ich nur sagen: Ohne vorher zu fragen, solltest Du besser die Pfoten vom Essen der anderen lassen, denn das kann ziemlich viel Ärger geben. Es gibt zudem Menschen in einer WG, die generell nicht gerne teilen und sehr kleinlich alles durchrechnen. Hier wird man sich nicht mal eben zwei Scheiben Toastbrot borgen oder den Schoko-Aufstrich leer schlabbern können. Also besser erst einmal vorfühlen, wie die anderen ticken. In der Regel basiert das Leben in einer WG eher auf dem Prinzip Geben und Nehmen, das sieht aber nicht jedes WG-Geschöpf so.


Die Zimmertür

Auch wenn Du Dir Bad und Küche mit Deinen Mitbewohnern teilst und sie eine Art Ersatzfamilie für Dich sind, solltest Du trotzdem nicht ständig bei ihnen auf der Matte stehen. So oder so ist es ratsam, nie auf das Anklopfen zu verzichten. Darüber hinaus gibt es da noch ein ungeschriebenes Gesetz. Wenn die Tür geschlossen ist, möchte Dein Mitbewohner seine Ruhe haben. Ist die Tür aber offen oder angelehnt, kannst Du ohne Probleme eine Kontaktaufnahme wagen.


Der Spüldienst

Nicht jede WG hat den Luxus, eine Spülmaschine zu besitzen. Da kann es schnell mal passieren, dass es kein sauberes Geschirr oder Besteck mehr gibt. Daher muss es für den Spüldienst klare Regeln geben, die mehr oder weniger eingehalten werden. Entweder spült jeder einmal am Tag bzw. an jedem zweiten Tag sein benutztes Geschirr selbst ab oder der Spüldienst wird abwechselnd erledigt. Wie häufig gespült werden muss, hängt auch davon ab, wie groß der Fundus an Geschirr ist und wie viele Personen in der WG wohnen.


Der Putzplan

Ich kenne keine WG, die keinen Putzplan hat. Da gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie man seine lieben Mitbewohner und sich selbst dran erinnern kann, den Mopp zu schwingen. Man kann Termine und Namen auf einer Tafel notieren, ausgeklügelte Systeme entwerfen und es soll auch schon eine App geben. Wie oft jeder seine eigenen vier Wände putzt, kann der Allgemeinheit eigentlich schnuppe sein. Zumindest, solange es dadurch keinen WG-Zuwachs in Krabbelform gibt (ich sage nur Kleidermotten, Silberfische oder Teppichkäfer, um mal die harmlosesten Krabbeltierchen zu nennen). Aber das Bad, die Küche und der Flur sollten dann doch annähernd sauber gehalten werden. Für alle Neuankömmlinge in einer WG kann ich aber sagen: Verabschiedet Euch ganz schnell von der Sauberkeit, die Ihr zu Hause gewöhnt seid! Eure Toleranzgrenze, was Hygiene und Sauberkeit angeht, wird sich mit der Zeit verschieben und so bekommt Ihr nicht mehr jedes Mal beim Anblick des Abflusses in der Spüle Ausschlag.


Spüli, Klopapier und Co.

Du hast es Dir auf dem WG-Klo gerade richtig gemütlich gemacht und blickst plötzlich müde auf die letzten zwei Blätter auf der Klorolle. Na? Hörst Du in diesem Moment auch die Hitchcock-Geigen? Damit so etwas nicht passiert, sollten Produkte, die alle Mitbewohner benötigen, auch von allen ab und an besorgt werden. Dabei kann eine Haushaltskasse für Spüli, Klopapier und Co. hilfreich sein oder jeder kauft diese Dinge abwechselnd ein.


Ein reinigendes Gewitter

Wie Paare streiten sich auch Mitbewohner meistens wegen der Haushaltskasse oder dem leidigen Thema Haushalt. Das Zusammenleben ist eben auch nicht immer einfach, da ist eine WG keine Ausnahme. Manchmal merkt man allerdings auch erst später, dass die Menschen um einen herum einfach nur nerven oder doof sind. Falls es ganz schlimm ist und die Chemie nicht stimmt, bleibt nur der Auszug. Dieser drastische Schritt ist aber nicht gleich bei jedem kleinen Knatsch notwendig. In den meisten Fällen hilft die gute alte Kommunikation, falls mal die Musik zu laut ist oder der Kühlschrank-Inhalt schon Geburtstag feiert.


Das Gute zum Schluss

Das klingt jetzt alles irgendwie ungemütlich und Du bereust gerade, den Mietvertrag unterschrieben zu haben? Keine Sorge, neben diesen lästigen organisatorischen Dingen, um die sich alle ungern kümmern, gibt es in einer WG auch schöne Zeiten fernab des Putzplans. Wenn Du Dir natürlich eine Gurkentruppe von Spaßbremsen ausgesucht hast, ist das persönliches Pech. Normalerweise werden die Feste gefeiert wie sie fallen und WG-Partys können legendär sein! Man kann auch mal zusammen kochen, sofern es möglich ist, sich auf ein Gericht zu einigen (kann Stunden dauern!) oder einfach die halbe Nacht in der Küche durchquatschen. Also: Willkommen in Deinem neuen Zuhause!