Schlagwort Archiv: roter Faden

Schöne Semesterferien!

Endlich Semesterferien! Na gut, waschechte Ferien sind es eigentlich nicht. In der vorlesungsfreien Zeit hast Du zwar keine Veranstaltungen an der Hochschule, dafür aber jede Menge andere Dinge um die Ohren. Vielleicht musst Du in den nächsten Wochen eine Hausarbeit tippen, doch Du bist noch fieberhaft auf der Suche nach einem Thema und dem roten Faden? Oder steht sogar eine Prüfung ins Haus? Dann ist natürlich Büffeln angesagt, statt den Urlaub in der Hängematte zu genießen. Willkommen in den Semesterferien!



Doch auch im Uni-Dschungel bleibt die Hängematte leer. Schließlich soll der dschungeleigene Studienratgeber bald fertig werden und das bedeutet jede Menge erquickende Arbeit und viel Herzblut. Acht Kapitel sind bereits im Kasten – das Buch zum Blog wächst und gedeiht!

Jetzt wünsche ich Dir erst einmal eine schöne Sommerzeit und brillante Semesterferien. Falls Du doch mal Zeit findest, in der Hängematte zu dösen und Dich zu langweilen, folge ruhig den Buschtrommeln vom Uni-Dschungel Blog oder besuch den Trampelpfad.

Ja, wo ist er denn?! Die Suche nach dem roten Faden

Egal, ob Du nun gerade Deine Abschlussarbeit zu Papier bringst oder „nur“ eine Hausarbeit, Du stehst immer vor den gleichen Herausforderungen: ein packendes Thema finden, Schreibblockaden überwinden oder ein entscheidendes Buch in der Bibliothek aufstöbern. Und dann wäre da noch der Aufbau Deiner Arbeit, denn hier hängt vieles von einer übersichtlichen Gliederung, einer faszinierenden Einleitung und einem raffinierten Schlusswort ab. Falls Du also gerade den Überblick verlierst, lass uns zusammen den roten Faden suchen!


Auf der Suche nach dem roten Faden im Uni-Dschungel


Das Beste kommt zum Schluss

Deine Arbeit gliedert sich in drei große Abschnitte: die Einleitung, den Hauptteil und das Schlusswort. So absurd es auch klingen mag, die Einleitung und den Schluss schreibst Du zuletzt. Anhand Deiner Gliederung, die Dein roter Faden ist, arbeitest Du die einzelnen Kapitel nacheinander ab. Wenn der Hauptteil im Kasten ist, bist Du viel schlauer als zuvor und weißt über folgende Punkte Bescheid:

Welche Fragestellungen konnte ich mit meiner Arbeit beantworten und welche sind offen geblieben?

Welche Ergebnisse/ Erkenntnisse liefert meine Arbeit?

Haben sich neue Themenbereiche ergeben? Welche Aspekte sind es wert, vertiefend betrachtet zu werden, beispielsweise in der Bachelor- oder Masterarbeit (dies nennt man Ausblick)?

Nun musst Du Deine Erkenntnisse und Geistesblitze nur noch in die Einleitung und das Schlusswort einbauen.


Die Einleitung

Wie bei jedem guten Buch sollte die Einleitung das Interesse Deines Lesers (=Prof) wecken. Daher ist es zu Beginn stilistisch ganz schön, bestimmte Eyecatcher zu nutzen. Vielleicht hast Du ein schmückendes Zitat zur Hand, das thematisch gut zu Deiner Arbeit passt? Zudem ist es wichtig, nach einem kurzen Abriss des Themas die Fragestellungen, die im Rahmen der Arbeit erörtert werden, aufzulisten. Die Einleitung darf im Verhältnis zur Arbeit weder zu lang (bitte nicht schwafeln) noch zu kurz sein.


Das Schlusswort

Im Schlusswort greifst Du die Fragestellungen aus der Einleitung auf. Konnten alle Aspekte geklärt werden? Welche Fragen sind offen geblieben und aus welchen Gründen? Abschließend kannst Du noch einen Ausblick geben, welche Punkte nicht bearbeitet werden konnten. Vielleicht ergibt sich daraus ein Thema für die nächste Arbeit oder Deine Bachelor-/Masterarbeit.


Tipps für das wissenschaftliche Schreiben

Alles, was Du noch zum Thema wissenschaftliches Schreiben wissen musst, findest Du hier im Uni-Dschungel Blog:

Wie man eine wissenschaftliche Arbeit vorbereitet, die goldenen Regeln für die Verwendung von direkten und indirekten Zitaten und hilfreiche Tipps für das Literaturverzeichnis und die Abbildungen

Was Du bei der Korrektur Deiner Arbeit alles beachten musst: Vorsicht, der Teufel steckt im Detail!

Es sind Semesterferien und die Sonne lacht. Wie Du es trotzdem schaffst, Deine Hausarbeit fertig zu schreiben, weiß der Uni-Dschungel Blog.

Viel Spaß beim Stöbern!

Logo Uni-Dschungel Blog www.uni-dschungel.de

Ist das klausurrelevant? Das tägliche Brot eines Tutors

Nahezu jeder Erstsemester besucht sie, schätzt sie und braucht sie, um das Studium erfolgreich zu meistern. Die Rede ist von Tutorien. Doch wer ist die Person, die den Stoff des letzten Grundseminars immer und immer wieder geduldig durchkaut? Und wie wird man überhaupt Tutor/in? Der Uni-Dschungel Blog verrät es Dir!

Ist das klausurrelevant? Traumjob Tutor


O-Ton aus dem Tutorium: „Ist das klausurrelevant?“

Die Frage aller Fragen, die sich wie ein roter Faden durch ein Tutorium zieht, lautet: „Ist das, was Du gerade erzählst, wirklich wichtig für die Klausur oder kann ich das gleich wieder vergessen?“ In Anbetracht des Lernpensums eines Studenten kann man diese Frage natürlich niemandem verübeln – von der Antwort hängen Existenzen ab. Dennoch kann sie einen Tutor schon zur Weißglut treiben. Die Kernaufgabe liegt zwar in erster Linie darin, die Studenten erfolgreich durch die Prüfungen zu bringen. Doch ein wenig Interesse am Fach wäre auch ganz schön. Dem ein oder anderen Tutor ist seine Lehrtätigkeit sogar in die Wiege gelegt worden und er bzw. sie schafft es, bei den Studenten Begeisterung für das Fach zu wecken.


Das Rüstzeug: Was man als Tutor/in alles können muss

Du spielst mit dem Gedanken, vorne an der Tafel zu stehen und als Tutor/in zu arbeiten? Dann solltest Du in erster Linie etwas von Deinem Fach verstehen und gut darin sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, ein didaktisches Geschick zu besitzen. Wenn Du also bereits jahrelang talentfreien Schülern erfolgreich Nachhilfe gegeben hast oder den Weg des Lehrers einschlagen möchtest, schadet das sicher nicht. Schließlich musst Du Dein Fach gut rüberbringen können und in der Regel auch das Unterrichtsmaterial selbstständig vorbereiten. Das heißt vor allem Folien erstellen, Übungen überlegen, Lehrmaterial in der Bibliothek durchforsten und Übungszettel korrigieren. Dabei ist eine genaue Absprache mit Deinem „Chef“, also Dozenten, sehr wichtig.  

Darüber hinaus benötigst Du Geduld, vieeel Geduld. Und das nicht nur in Anbetracht der nervigen Frage, ob der Stoff in der Klausur abgefragt wird. Ansonsten solltest Du keine Scheu haben, vor Menschen zu sprechen und mit ihnen zu interagieren. Als Tutor/in stehst Du auch immer etwas zwischen den Stühlen: Einerseits studierst Du selbst noch, andererseits hast Du den direkten Draht zum Dozenten. Somit ist der Grad als Tutor/in zwischen Kumpel und strengem Lehrer sehr schmal. Die Zauberworte sind hier Zuckerbrot und Peitsche: Also die Zügel nicht zu locker lassen, aber auch nicht zu streng sein. Du findest da sicher selbst einen guten Mittelweg.


Wie wird man überhaupt Tutor/in?

Vielleicht bist Du Deinem Dozenten durch gute Leistungen aufgefallen und er bietet Dir ein Tutorium an. Oder die Stelle ist ausgeschrieben und Du bewirbst Dich. Die Zettel mit den Ausschreibungen hängen meistens an den Aufzügen, der Fakultäts-Pinnwand oder sie sind auf der Website des Dozenten, der Hochschule oder Fakultät ausgeschrieben. Aber Achtung: Du musst mit Deiner Bewerbung schnell sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Und eine Stelle als Tutor/in ist heiß begehrt!  

Na, hast Du Lust bekommen, der Vorturner der Erstis zu werden? Dann mal los! Bewirb Dich auf eine freie Stelle oder sprich Deinen Dozenten einmal an. Meistens werden Tutoren für die Grundkurse der ersten Semester gesucht. Auch Fachhochschulen bieten Tutorien an und suchen gutes Personal.

Ich habe selbst als Tutorin für das Fach Englisch gearbeitet und es war einer meiner schönsten Jobs im Studium. Der Aha-Effekt bei den Teilnehmern und die stolze Quote bestandener Klausuren am Ende des Semesters sind der beste Lohn überhaupt! Der Uni-Dschungel Blog wünscht Dir viel Glück bei der Bewerbung um eine Stelle als Tutor/in und natürlich viel Freude in diesem Job!