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Hilfe! Ich habe die Prüfung vergeigt – was nun?

Jeder Student kennt die Prüfungszeit zur Genüge: Die Zeit, in der die Bibliothek nicht nur Freund und Helfer, sondern auch monatelang ein zweites zu Hause ist. Man büffelt bis spät in die Nacht und sieht das Sonnenlicht nur noch in der Mittagspause … durch das Panoramafenster in der Mensa. Ein soziales Leben in dieser Zeit? Fehlanzeige, das wird ja auch total überbewertet! 😉 Und jede Nacht grüßt ein und derselbe Albtraum: Hilfe, ich bin durch die Prüfung gefallen!

Das kommt Dir alles sehr bekannt vor? So weit, so gut. Nur was machst Du, wenn Dein schlimmster Albtraum wahr wird und Du tatsächlich durch die Prüfung gefallen bist? Bevor bei Dir jetzt die Schnappatmung einsetzt und sich der Boden unter Dir auftut, nimm erst mal einen Keks, trink einen Tee und mach es Dir auf dem Uni-Dschungel Sofa gemütlich!

Prüfung vergeigt? Willkommen auf dem Uni-Dschungel Sofa

So, sitzt Du bequem? Dann lass Deinen Gefühlen ruhig erst mal freien Lauf! Es ist völlig normal, wenn in Deinem Kopf jetzt absolutes Chaos herrscht, Du darüber nachdenkst, das Studium hinzuschmeißen und auch eigentlich mit niemandem darüber sprechen möchtest. 

Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist, kannst Du sicher sein, dass nahezu jeder Student schon mal gescheitert ist, ich übrigens auch. Der Schock sitzt erst mal tief, man fühlt sich wie ein angeschossenes Reh, das im Wald herumirrt, und es ist weit und breit keine Lösung in Sicht. Nach ein paar Tagen sieht die Welt schon wieder ein bisschen besser aus. In den meisten Fällen besteht nämlich die Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen


Volle Fahrt voraus – auf der Suche nach einer Lösung

Wenn Du durch eine Klausur gefallen bist, gibt es mehrere Möglichkeiten. Meistens wird die Prüfung in absehbarer Zeit noch einmal angeboten. Vorher könntest Du ein Gespräch mit Deinem Dozenten führen und eine Lerngruppe suchen, um besser vorbereitet zu sein. Nun weißt Du ja auch, was Dich in der Klausur erwartet. In der Regel hat man drei Versuche, eine Prüfung zu bestehen. Also erst im dritten Versuch wird das Eis richtig dünn, von den Nerven ganz zu schweigen.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Klausur einzusehen. Was Du dabei alles beachten solltest, wird im Blog von Studienscheiss Schritt für Schritt anschaulich erklärt. Sieh Dich ruhig mal auf der Website von Studienscheiss um! Dort findest Du umfangreiche Infos zu rechtlichen und organisatorischen Problemen im Studium (Bürokratie, Anträge, juristischer Beistand etc.).


Das Uni-Dschungel Sofa

Du kommst mit der Situation einfach nicht klar und weißt nicht, mit wem Du darüber reden sollst? Versagens- und Prüfungsängste fressen Dich auf? Es ist kein Horizont in Sicht?

Dann wird es höchste Zeit, dass Du Dich an die Studienberatung oder das Studentenwerk Deiner Hochschule wendest! Hier werden unter anderem Kurse zur Bewältigung von Prüfungsangst angeboten, aber Du hast auch die Möglichkeit, mit jemandem zu sprechen, der sich mit dem Krisenmanagement im Studium perfekt auskennt. Eins solltest Du Dir klar machen: Dein Leben hängt nicht von einer Prüfung ab und es gibt immer eine Lösung.

Ich drücke Euch da draußen die Daumen, dass Ihr gar nicht erst durch die Prüfung fallt! Und falls es doch mal passiert, werdet Ihr auch diese Krise mit Bravour meistern und die Klausur sicher im nächsten Anlauf bestehen. Für die Prüfungszeit wünscht Euch der Uni-Dschungel Blog alles Gute!

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Ist das klausurrelevant? Das tägliche Brot eines Tutors

Nahezu jeder Erstsemester besucht sie, schätzt sie und braucht sie, um das Studium erfolgreich zu meistern. Die Rede ist von Tutorien. Doch wer ist die Person, die den Stoff des letzten Grundseminars immer und immer wieder geduldig durchkaut? Und wie wird man überhaupt Tutor/in? Der Uni-Dschungel Blog verrät es Dir!

Ist das klausurrelevant? Traumjob Tutor


O-Ton aus dem Tutorium: „Ist das klausurrelevant?“

Die Frage aller Fragen, die sich wie ein roter Faden durch ein Tutorium zieht, lautet: „Ist das, was Du gerade erzählst, wirklich wichtig für die Klausur oder kann ich das gleich wieder vergessen?“ In Anbetracht des Lernpensums eines Studenten kann man diese Frage natürlich niemandem verübeln – von der Antwort hängen Existenzen ab. Dennoch kann sie einen Tutor schon zur Weißglut treiben. Die Kernaufgabe liegt zwar in erster Linie darin, die Studenten erfolgreich durch die Prüfungen zu bringen. Doch ein wenig Interesse am Fach wäre auch ganz schön. Dem ein oder anderen Tutor ist seine Lehrtätigkeit sogar in die Wiege gelegt worden und er bzw. sie schafft es, bei den Studenten Begeisterung für das Fach zu wecken.


Das Rüstzeug: Was man als Tutor/in alles können muss

Du spielst mit dem Gedanken, vorne an der Tafel zu stehen und als Tutor/in zu arbeiten? Dann solltest Du in erster Linie etwas von Deinem Fach verstehen und gut darin sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, ein didaktisches Geschick zu besitzen. Wenn Du also bereits jahrelang talentfreien Schülern erfolgreich Nachhilfe gegeben hast oder den Weg des Lehrers einschlagen möchtest, schadet das sicher nicht. Schließlich musst Du Dein Fach gut rüberbringen können und in der Regel auch das Unterrichtsmaterial selbstständig vorbereiten. Das heißt vor allem Folien erstellen, Übungen überlegen, Lehrmaterial in der Bibliothek durchforsten und Übungszettel korrigieren. Dabei ist eine genaue Absprache mit Deinem „Chef“, also Dozenten, sehr wichtig.  

Darüber hinaus benötigst Du Geduld, vieeel Geduld. Und das nicht nur in Anbetracht der nervigen Frage, ob der Stoff in der Klausur abgefragt wird. Ansonsten solltest Du keine Scheu haben, vor Menschen zu sprechen und mit ihnen zu interagieren. Als Tutor/in stehst Du auch immer etwas zwischen den Stühlen: Einerseits studierst Du selbst noch, andererseits hast Du den direkten Draht zum Dozenten. Somit ist der Grad als Tutor/in zwischen Kumpel und strengem Lehrer sehr schmal. Die Zauberworte sind hier Zuckerbrot und Peitsche: Also die Zügel nicht zu locker lassen, aber auch nicht zu streng sein. Du findest da sicher selbst einen guten Mittelweg.


Wie wird man überhaupt Tutor/in?

Vielleicht bist Du Deinem Dozenten durch gute Leistungen aufgefallen und er bietet Dir ein Tutorium an. Oder die Stelle ist ausgeschrieben und Du bewirbst Dich. Die Zettel mit den Ausschreibungen hängen meistens an den Aufzügen, der Fakultäts-Pinnwand oder sie sind auf der Website des Dozenten, der Hochschule oder Fakultät ausgeschrieben. Aber Achtung: Du musst mit Deiner Bewerbung schnell sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Und eine Stelle als Tutor/in ist heiß begehrt!  

Na, hast Du Lust bekommen, der Vorturner der Erstis zu werden? Dann mal los! Bewirb Dich auf eine freie Stelle oder sprich Deinen Dozenten einmal an. Meistens werden Tutoren für die Grundkurse der ersten Semester gesucht. Auch Fachhochschulen bieten Tutorien an und suchen gutes Personal.

Ich habe selbst als Tutorin für das Fach Englisch gearbeitet und es war einer meiner schönsten Jobs im Studium. Der Aha-Effekt bei den Teilnehmern und die stolze Quote bestandener Klausuren am Ende des Semesters sind der beste Lohn überhaupt! Der Uni-Dschungel Blog wünscht Dir viel Glück bei der Bewerbung um eine Stelle als Tutor/in und natürlich viel Freude in diesem Job!

Wenn sich der frühe Vogel mit dem späten Bären eine Höhle teilt

Du hast Dir bereits unzählige WG-Zimmer angesehen, diverse WG-Castings durchlaufen, Absagen erhalten oder einfach nichts mehr gehört. Und doch gibst Du nicht auf, eines der heiß begehrten Zimmer zu erhalten. Schließlich liegen die Vorteile einer Wohngemeinschaft auf der Hand, wie beispielsweise die geringeren Kosten für die Miete. Deine Suche nach einem passenden Schuhkarton auf Zeit geht also weiter. Hier sind noch ein paar Tipps, wie Du ein Dach über dem Kopf aufstöbern kannst. Damit nach dem Einzug nicht das böse Erwachen kommt, wenn Du merkst, dass die Chemie zwischen Dir und Deinen neuen Mitbewohnern überhaupt nicht stimmt, solltest Du im Vorfeld ein paar Rahmenbedingungen ausloten. Welche das sind, verrät Dir der Uni-Dschungel Blog.

Die frühe Lerche und die späte Nachteule in einer WG


 Die frühe Lerche und die späte Nachteule

Huch, was kommt denn jetzt? Keine Sorge, ich bin nicht unter die Vogelkundler gegangen. Hier stellt sich die Frage, ob Frühaufsteher und Langschläfer in einer WG gut miteinander auskommen. Nicht wirklich, würde ich sagen. Warum? Nun, stellt Euch folgende Szene morgens in der WG-Küche vor: Ein Mitbewohner (Typ Lerche) hat in den frühen Morgenstunden beste Laune. Er pfeift schief diverse Lieder, quasselt wie ein Wasserfall und steckt voller Energie, ohne auch nur einen Tropfen Koffein im Blut. Ein anderer Mitbewohner (Bauart Eule), der sich nach einem langen Kampf mit dem Wecker aus den Federn gepellt hat, schlufft müde und knatschig in die Küche, um sich erst einmal einen starken Kaffee zu kochen (die Augen sind fast zu). Dem ist jetzt weder nach Smalltalk noch nach dem Pfeifkonzert seines quietschvergnügten Mitbewohners. Das war jetzt nur ein kurzer Ausschnitt einer fiktiven Küchenszene.

Der Lerchentyp kann morgens bis nachmittags perfekt lernen (ist aber früh müde, spätestens um 22 Uhr ist das Licht aus). Doch die Eule läuft erst gegen Nachmittag zur geistigen Höchstleistung auf und findet abends kein Ende mehr. Und dann kann es spät werden. Wenn aber morgens bereits weit vor Sonnenaufgang  eine Party in der Küche steigt und die Eule deswegen nicht mehr schlafen kann, ziehen die ersten Gewitter auf. Lasst es Euch gesagt sein: Nachteulen und Frühaufsteher passen einfach nicht zusammen! Das könnt Ihr Euch aber auch für Beziehungen hinter die Löffel schreiben. 😉


 Alter Hase trifft auf mopsfidelen Frischling

Wie man sich bestimmt vorstellen kann, haben Erstsemester andere Lebensschwerpunkte als Studenten kurz vor ihrem Abschluss. Wer gerade frisch mit dem Studium begonnen hat, muss sich verständlicherweise erst einmal einleben und nimmt natürlich jede Party mit. Kurz vorm Ende des Studiums wird es dagegen eher stressig und man benötigt mehr Ruhe für Prüfungen oder die Abschlussarbeit. Somit erleichtert es das Zusammenleben um einiges, wenn die WG-Bewohner in einem ähnlichen Alter bzw. Abschnitt ihres Studiums sind. 


Der Zitronensäurezyklus und der kategorische Imperativ am Frühstückstisch

Bevor Du in eine WG ziehst, kannst Du natürlich auch darauf achten, ob Deine zukünftigen Mitbewohner einen ähnlichen Studiengang gewählt haben. Vielleicht erleichtert es einiges, wenn beispielsweise Naturwissenschaftler, Philosophen oder Juristen unter sich sind. Es kann jedoch auch spannend sein, wenn unterschiedliche Disziplinen unter einem Dach wohnen. Für ausreichend Gesprächsstoff ist dann gesorgt und der Horizont wird auch direkt erweitert.

Darüber hinaus ist es typenabhängig, ob man in eine gemischte WG ziehen möchte. Gerade in kleineren WGs ist es eher ratsam, wenn Studenten und Studentinnen unter sich wohnen (=weniger Konfliktpotenzial).

Also dann, Augen auf vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft! Ein guter Rat zum Schluss: Vermeidet es besser, mit Pärchen zusammenzuziehen – das ist sehr anstrengend (zwischen Rosenkrieg und Süßholzraspeln)!

Nun kann die Suche nach einem passenden Schuhkarton richtig losgehen! Viel Erfolg wünscht Dir Dein Uni-Dschungel Blog!