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Alle Tassen im Schrank? Überlebenswichtiges Equipment für die WG-Küche

Woran erkennt man eine waschechte WG-Küche? An der bunten Vielfalt von Geschirr, denn jeder Mitbewohner bringt schließlich seinen eigenen Krempel mit. Speziell Tassen besitzt jede Wohngemeinschaft in Hülle und Fülle. Doch um im Uni-Dschungel zu überleben, bedarf es mehr als nur Tassen im Küchenschrank

A wie Auflaufform bis Z wie Zimt: Was benötigt man alles in einer WG-Küche?


Kochst Du schon oder spülst Du noch?

Trotz WG-Regeln und Putzplan fluppt der Spül- und Küchendienst in einer Wohngemeinschaft oft nicht so richtig. Umso wichtiger ist es, dass ausreichend Geschirr, Besteck & Co. vorhanden sind. Ansonsten muss jeder Mitbewohner unmittelbar nach dem Verzehr der selbst geklöppelten Leckereien den Spülschwamm schwingen. Auch hier sind die Erfolgsaussichten, dass das klappt, eher mäßig. Da hilft nur ein gut sortierter Vorrat an Küchen-Equipment.

Geschirr & Besteck in Hülle & Fülle

Ihr benötigt eine ausreichende Menge von Geschirr und Besteck (gemessen an der Bewohner-Zahl). Neben den üblichen Verdächtigen (Tassen, Teller, Suppentassen, Gläser, Messer, Gabeln, Löffel etc.) sind eine Auflaufform, eine Salatschüssel, ein Messbecher, ein Sieb/Seiher und eine Rührschüssel ganz nett.


Grill, Pfanne & Co. – das Kochgeschirr

Falls Ihr regelmäßig kochen möchtet, braucht Ihr im Schnitt zwei bis drei große und zwei kleine Töpfe. Darüber hinaus sind ein bis zwei Pfannen ganz praktisch, bei denen sich die Beschichtung noch nicht in Wohlgefallen aufgelöst hat. Falls Ihr einen Balkon oder eine Terrasse habt und die Hausordnung das Freiluftkochen erlaubt, wäre ein Grill eine Überlegung wert.


Nützliches Spezialbesteck

Hierzu gehören verschiedene Messertypen (Tomatenmesser, Brotmesser, Fleischmesser, Schälmesser etc.), eine übliche Haushaltsschere, ein Dosenöffner, ein Flaschenöffner, ein Pfannenwender, eine Suppenkelle, Salatbesteck, Kochlöffel und alles, was das Koch-Herz sonst noch begehrt.


 Gewürze wie aus 1001 Nacht

Kochen ohne die richtige Würze ist schlicht undenkbar! Für klassische Rezepte benötigt Ihr in der Regel Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe.

Um kulinarisch ein bisschen über den Tellerrand zu schauen, helfen folgende Gewürze: italienische Kräuter, Thymian & Oregano (mexikanische, italienische Küche) / Curry & frischer Ingwer (asiatische Küche) / Muskatnuss, frischer Knoblauch und scharfe Paprika (das schadet nie).

Auf der Fensterbank und im Essen machen sich ein Sträußchen frische, glatte Petersilie und ein Topf Basilikum ganz gut. Ich kaufe die Gewürze am liebsten im Bioladen, man hat ja schließlich lange etwas davon.


Die Luxusausführung (= nice to have)

Kommen wir zu den Dingen, die ganz nett sind, aber nicht überlebenswichtig. An allererster Stelle steht hier natürlich eine Spülmaschine! Leider ist die nicht ganz billig und in manchen Studentenwohnheimen verboten.

Wer gerne asiatisch kocht, der kann vielleicht einen Reiskocher und einen Wok gut gebrauchen.

Zu den restlichen Dingen, die ganz nützlich sind, zählen ein Stabmixer (zum Pesto und Suppen pürieren), ein Handrührer, eine Küchen-Waage, ein Nudelholz, eine Reibe und eine Knoblauchpresse.


Die Liste klingt jetzt ziemlich lang … Daher fragt einfach mal in Euren Familien nach, was alles nahezu fabrikneu im Schrank herumsteht – vielleicht könnt Ihr das ein oder andere Teil sozusagen abstauben.

Der Uni-Dschungel Blog gibt keine Garantie auf Vollständigkeit – Ihr müsst also selbst prüfen, ob Ihr alle essenziellen Gegenstände im Küchenschrank habt. 😉 Das hängt ja schließlich auch davon ab, wie häufig Ihr überhaupt kochen möchtet. Vielleicht schmeckt es dem verwöhnten Gaumen auch in der Mensa ganz gut. Wenn dem nicht so ist und Ihr Inspiration sucht, lest doch einfach hier weiter. Fröhliches Kochen!

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Wenn sich der frühe Vogel mit dem späten Bären eine Höhle teilt

Du hast Dir bereits unzählige WG-Zimmer angesehen, diverse WG-Castings durchlaufen, Absagen erhalten oder einfach nichts mehr gehört. Und doch gibst Du nicht auf, eines der heiß begehrten Zimmer zu erhalten. Schließlich liegen die Vorteile einer Wohngemeinschaft auf der Hand, wie beispielsweise die geringeren Kosten für die Miete. Deine Suche nach einem passenden Schuhkarton auf Zeit geht also weiter. Hier sind noch ein paar Tipps, wie Du ein Dach über dem Kopf aufstöbern kannst. Damit nach dem Einzug nicht das böse Erwachen kommt, wenn Du merkst, dass die Chemie zwischen Dir und Deinen neuen Mitbewohnern überhaupt nicht stimmt, solltest Du im Vorfeld ein paar Rahmenbedingungen ausloten. Welche das sind, verrät Dir der Uni-Dschungel Blog.

Die frühe Lerche und die späte Nachteule in einer WG


 Die frühe Lerche und die späte Nachteule

Huch, was kommt denn jetzt? Keine Sorge, ich bin nicht unter die Vogelkundler gegangen. Hier stellt sich die Frage, ob Frühaufsteher und Langschläfer in einer WG gut miteinander auskommen. Nicht wirklich, würde ich sagen. Warum? Nun, stellt Euch folgende Szene morgens in der WG-Küche vor: Ein Mitbewohner (Typ Lerche) hat in den frühen Morgenstunden beste Laune. Er pfeift schief diverse Lieder, quasselt wie ein Wasserfall und steckt voller Energie, ohne auch nur einen Tropfen Koffein im Blut. Ein anderer Mitbewohner (Bauart Eule), der sich nach einem langen Kampf mit dem Wecker aus den Federn gepellt hat, schlufft müde und knatschig in die Küche, um sich erst einmal einen starken Kaffee zu kochen (die Augen sind fast zu). Dem ist jetzt weder nach Smalltalk noch nach dem Pfeifkonzert seines quietschvergnügten Mitbewohners. Das war jetzt nur ein kurzer Ausschnitt einer fiktiven Küchenszene.

Der Lerchentyp kann morgens bis nachmittags perfekt lernen (ist aber früh müde, spätestens um 22 Uhr ist das Licht aus). Doch die Eule läuft erst gegen Nachmittag zur geistigen Höchstleistung auf und findet abends kein Ende mehr. Und dann kann es spät werden. Wenn aber morgens bereits weit vor Sonnenaufgang  eine Party in der Küche steigt und die Eule deswegen nicht mehr schlafen kann, ziehen die ersten Gewitter auf. Lasst es Euch gesagt sein: Nachteulen und Frühaufsteher passen einfach nicht zusammen! Das könnt Ihr Euch aber auch für Beziehungen hinter die Löffel schreiben. 😉


 Alter Hase trifft auf mopsfidelen Frischling

Wie man sich bestimmt vorstellen kann, haben Erstsemester andere Lebensschwerpunkte als Studenten kurz vor ihrem Abschluss. Wer gerade frisch mit dem Studium begonnen hat, muss sich verständlicherweise erst einmal einleben und nimmt natürlich jede Party mit. Kurz vorm Ende des Studiums wird es dagegen eher stressig und man benötigt mehr Ruhe für Prüfungen oder die Abschlussarbeit. Somit erleichtert es das Zusammenleben um einiges, wenn die WG-Bewohner in einem ähnlichen Alter bzw. Abschnitt ihres Studiums sind. 


Der Zitronensäurezyklus und der kategorische Imperativ am Frühstückstisch

Bevor Du in eine WG ziehst, kannst Du natürlich auch darauf achten, ob Deine zukünftigen Mitbewohner einen ähnlichen Studiengang gewählt haben. Vielleicht erleichtert es einiges, wenn beispielsweise Naturwissenschaftler, Philosophen oder Juristen unter sich sind. Es kann jedoch auch spannend sein, wenn unterschiedliche Disziplinen unter einem Dach wohnen. Für ausreichend Gesprächsstoff ist dann gesorgt und der Horizont wird auch direkt erweitert.

Darüber hinaus ist es typenabhängig, ob man in eine gemischte WG ziehen möchte. Gerade in kleineren WGs ist es eher ratsam, wenn Studenten und Studentinnen unter sich wohnen (=weniger Konfliktpotenzial).

Also dann, Augen auf vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft! Ein guter Rat zum Schluss: Vermeidet es besser, mit Pärchen zusammenzuziehen – das ist sehr anstrengend (zwischen Rosenkrieg und Süßholzraspeln)!

Nun kann die Suche nach einem passenden Schuhkarton richtig losgehen! Viel Erfolg wünscht Dir Dein Uni-Dschungel Blog!

Eine kulinarische Reise durch den Uni-Dschungel

Wie sagt man so schön: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Auch Studenten brauchen ab und an etwas zwischen die Kiemen, denn mit leerem Magen studiert es sich schlecht. Doch was machst Du, wenn Deine hochschuleigene Mensa nicht gerade zu den Gourmettempeln zählt? Oder noch schlimmer: Du ernährst Dich vegetarisch und hast täglich die Qual der Wahl zwischen Pommes rot-weiß oder einem Salatteller? Dann kannst Du Dich nun auf eine kulinarische Reise durch den Uni-Dschungel freuen!

Eine vegetarische Reise durch den Uni-Dschungel

Spiel mir das Lied vom faden Grünkernbratling!

Gründe, sich für eine vegetarische Ernährung zu entscheiden, gibt es zur Genüge. Ein übermäßiger Fleischkonsum schadet der Gesundheit, ist schlecht für’s Klima und die Massentierhaltung ist auch keine ruhmreiche Errungenschaft, um nur die wichtigsten Argumente zu nennen. Da wundert es nicht, dass viele Menschen auf eine vegetarische oder fleischreduzierte Ernährung setzen. Der Trend der bewussten Ernährung macht auch vor den Hochschulen nicht halt. Da es unter den Studierenden ebenfalls eine größer werdende Schar von Vegetariern oder Flexitariern gibt, haben viele Hochschulen ihr Essensangebot in der Mensa mal mehr, mal weniger kreativ verändert. Trotzdem ist es auch heute noch nicht selbstverständlich, ein schmackhaftes, vegetarisches Essen serviert zu bekommen. Ich denke da an die leidenschaftslos zusammengebastelten Grünkernbratlinge, die wie eingeschlafene Füße geschmeckt haben. Oder die Grusel-Variante einer Gemüselasagne – gefüllt mit bitterem Rosenkohl. Falls Du auch jeden Mittag ratlos vor der Essenausgabe stehst, ist Deine Kreativität gefragt! Denn dann musst Du selbst den Kochlöffel schwingen, um im Uni-Dschungel zu überleben.


Das Gemüse der vier Jahreszeiten

Um als Vegetarier ein schmackhaftes Essen zu kochen, benötigst Du in erster Linie Gemüse. Damit Du auch satt wirst, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Für eine erschwingliche, abwechslungsreiche Küche, und zwar das ganze Jahr über, sind zwei Aspekte besonders wichtig: die Verwendung von regionalen und saisonalen Gemüse- und Obstsorten. Besonders frisches und vor allem günstiges Gemüse bekommst Du direkt beim Erzeuger. Jetzt hat man in einer klassischen Universitätsstadt natürlich nicht immer gleich einen Gemüsebauern um die Ecke. In dem Fall kann sich ein Bummel über den Wochenmarkt sehr lohnen, denn dort haben die Bauern der Region meistens auch einen Gemüsestand. Zudem gibt es in vielen Regionen mittlerweile die Möglichkeit, ein sogenanntes Gemüse-Abo abzuschließen und so bekommt man wöchentlich eine Kiste mit regionalen Naturalien direkt bis vor die Haustür geliefert. So etwas bietet sich natürlich eher an, wenn Du Dir die Gemüse-Kiste mit jemandem teilen kannst. Sonst gibt es nachher vier Tage Kohlsuppe bis sie Dir endgültig zum Hals raus hängt. 😉


Alles bio oder was?

Ich persönlich hole mein Obst und Gemüse jede Woche im Hofladen. Dort kann ich auch frische Eier kaufen und sehe jedes Mal, welch glückliches Leben die freilaufenden Hühner haben. Mein Gemüsebauer hat einen konventionellen Betrieb und das Gemüse ist somit nicht bio-zertifiziert. Aber ich weiß, dass man dort beispielsweise bedarfsgerecht düngt und auch natürlich Ressourcen zur Schädlingsbekämpfung nutzt. So dürfen sich die sogenannten Nützlinge auch mal den Bauch vollschlagen. 😉 
Nachdem ich mich sehr viele Jahre vegetarisch ernährt habe, esse ich mittlerweile hin und wieder Fleisch (Stichwort: Eisenwerte). Allerdings kaufe ich das nur noch an der Fleischtheke im Bioladen meines Vertrauens (aus Gründen des Tierwohls, der Haltung, des Futters etc.). In der Verwandtschaft und im Freundeskreis stößt man als Vegetarier oder Flexitarier allerdings auch heute noch auf Unverständnis, das ist bei mir auch nicht anders.
Da man als Student in der Regel nicht im Geld schwimmt, ist insbesondere Bio-Gemüse eine kostspielige Sache. Bevor Du also hungerst und nur noch Miniatur-Gemüse in Bioqualität isst, um nicht bankrott zu gehen, solltest Du Dir einen konventionellen Hofladen oder Gemüsestand Deines Vertrauens auf dem Markt suchen. Man entdeckt dort immer wieder neue bzw. uralte Gemüsesorten. Kennst Du Portulak? Nein, das ist kein Insekt, sondern eine alte Salatsorte, die es vor allem im Winter gibt. Oder was ist mit der guten alten Urmöhre? Die erstrahlt in einem leuchtenden Lila mit orangefarbenden Tüpfelchen und eignet sich sehr gut für Möhrensalat. Und auch der Kohl im Winter kommt in unterschiedlichen Sorten auf den Tisch und er kann sehr viel mehr als Eintopf sein. So ein frischer Brokkoli kann schnell mal im Wok, Auflauf oder in der Suppe landen. Von den bunten Kürbissen fange ich jetzt erst gar nicht an, ich sage nur selbst geklöppelte Ravioli mit Kürbisfüllung oder eine schöne, heiße Kürbis-Suppe mit einem samtigen Hauch von Sahne. Na, Hunger bekommen?


Vegetarische Küche ist keine Hexerei

Du warst auf dem Wochenmarkt einkaufen? Jetzt steht ein prall gefülltes Körbchen mit vielen verschiedenen saisonalen Gemüse-Sorten auf Deinem Küchentisch und Du fragst Dich, was Du damit nun anfangen sollst? Auf den Rezept-Fundus Deiner Großmutter kannst Du nicht zurückgreifen, da jedes zweite Wort Schweinespeck lautet? Dann ist wohl Fantasie, Kreativität und das richtige Kochbuch gefragt. Mein vegetarisches Studenten-Kochbuch ist leider noch in der Mache. 🙂 Der Schwerpunkt wird auf saisonalem Gemüse liegen und mein ganz persönliches Steckenpferd, die mediterrane Küche, kommt da auch nicht zu kurz. Also kompakt gesagt: Leckere Rezepte, die satt und glücklich machen, und die sich auch ein Student spielend leisten kann. Bis mein vegetarisches Kochbuch fertig ist, kann ich Dir erst einmal zwei gute Bücher empfehlen, die sich in meiner Küche bewährt haben. Hierzu zählt ein Klassiker, der von der Vorspeise, über den Hauptgang, bis zum Dessert alles vereint: „Vegetarisch! Das Goldene von GU“ mit sage und schreibe 400 Rezepten. Etwas raffinierter ist das Kochbuch „Vegetarisch genießen“ von Martin Kintrup und Dagmar von Cramm, das auch im GU-Verlag erschienen ist. Die Rezepte sind darin nach Jahreszeiten sortiert und es gibt zwischendurch eine kleine Warenkunde und Infos über eine ausgewogene und gesunde Ernährung.
Aber so ganz ohne persönliche Note lasse ich Euch jetzt nicht an die Töpfe. Hier ist noch ein Lasagne-Rezept aus meiner Feder, für das Ihr nicht mal einen Hofladen oder Gemüsestand braucht. Nur so als Übung für den Anfang. 😉 Viel Spaß beim Nachkochen – es werden weitere Rezepte aus dem Uni-Dschungel folgen, aber dann mit taufrischem Gemüse!

Jetzt aber ran an den Kochlöffel!