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Zwischen Apps & Karteikarten: Bummelst Du noch oder lernst Du schon?

Das Semester ist fast geschafft und die Ferien sind zum Greifen nah. Doch auch wenn die wohlverdiente Hängematte bereits winkt, stehen vorher noch einige Prüfungen ins Haus. Vielleicht hattest Du zu Semesterbeginn noch den guten Vorsatz, möglichst früh mit dem Lernen anzufangen. Falls sich dieser Plan jedoch schnell in Rauch aufgelöst hat und Du nun verzweifelt vor einem riesigen Berg Lernmaterial sitzt, gibt es Hilfe aus dem Uni-Dschungel!


Zwischen Apps & Karteikarten: Bummelst Du noch oder lernst Du schon?, www.uni-dschungel.de, Kirsten Schwarzer


Schau mir in die Karteikarten, Kleines!

Zugegeben, das Büffeln mit Karteikarten klingt etwas antiquiert. Dennoch lernt es sich mit selbst geschriebenen Karteikarten ziemlich gut! Bereits wenn Du die Karten erstellst und die Inhalte zusammenfasst, lernt Dein Hirn direkt mit. Darüber hinaus hast Du die Möglichkeit, die fertigen Karteikarten jederzeit und überall in x-beliebiger Reihenfolge durchzugehen.

Je nach Sauklaue kannst Du die Notizen mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellen und so Stichpunkte oder Passagen optisch besser hervorheben und gliedern.


Im Rudel klappt’s besser

Du gehörst jetzt nicht zu den Pflänzchen der Familie Eigenbrötler? Dann ist das Lernen im Rudel sicher genau das Richtige für Dich! Also schnapp Dir ein paar Kommilitonen, mit denen Du Dich gut verstehst, und gründe eine Lerngruppe. Beim Pauken könnt Ihr Euch gegenseitig motivieren und Stoff erklären, den der eine besser verstanden hat als der andere. Und nach abgehakter Prüfung heißt es dann: hoch die Tassen!


Einmal Lernen zum Mitnehmen, bitte!

Heute gibt es für alles Mögliche eine App(likation) oder ein Programm, natürlich auch für den Studentenalltag. Eine Übersicht der Apps und Programme, die Dir das Leben und Lernen im Uni-Dschungel erleichtern können, findest Du beispielsweise auf den Webseiten von Studis Online und e-fellows.net.

Natürlich kann ich Euch hier nicht alle Apps oder Lernprogramme vorstellen, die das Universum so zu bieten hat. Aber eines, das gerade durch die Presse geistert, ist für Medizinstudenten Gold wert: das Lernprogramm Amboss von Miamed. Es kostet zwar Geld, könnte Dir aber das Lernen ungemein erleichtern. Damit Du nicht die Katze im Sack kaufst, probier es erst einmal fünf Tage kostenlos aus.

Egal, ob Ihr auf die altmodische Art oder mit freundlicher Unterstützung der Technik lernt, der Uni-Dschungel Blog wünscht Euch viel Erfolg & Glück für die Prüfungen und natürlich starke Nerven!

Logo Uni-Dschungel Blog, www.uni-dschungel.de, Kirsten Schwarzer

Ist das klausurrelevant? Das tägliche Brot eines Tutors

Nahezu jeder Erstsemester besucht sie, schätzt sie und braucht sie, um das Studium erfolgreich zu meistern. Die Rede ist von Tutorien. Doch wer ist die Person, die den Stoff des letzten Grundseminars immer und immer wieder geduldig durchkaut? Und wie wird man überhaupt Tutor/in? Der Uni-Dschungel Blog verrät es Dir!

Ist das klausurrelevant? Traumjob Tutor


O-Ton aus dem Tutorium: „Ist das klausurrelevant?“

Die Frage aller Fragen, die sich wie ein roter Faden durch ein Tutorium zieht, lautet: „Ist das, was Du gerade erzählst, wirklich wichtig für die Klausur oder kann ich das gleich wieder vergessen?“ In Anbetracht des Lernpensums eines Studenten kann man diese Frage natürlich niemandem verübeln – von der Antwort hängen Existenzen ab. Dennoch kann sie einen Tutor schon zur Weißglut treiben. Die Kernaufgabe liegt zwar in erster Linie darin, die Studenten erfolgreich durch die Prüfungen zu bringen. Doch ein wenig Interesse am Fach wäre auch ganz schön. Dem ein oder anderen Tutor ist seine Lehrtätigkeit sogar in die Wiege gelegt worden und er bzw. sie schafft es, bei den Studenten Begeisterung für das Fach zu wecken.


Das Rüstzeug: Was man als Tutor/in alles können muss

Du spielst mit dem Gedanken, vorne an der Tafel zu stehen und als Tutor/in zu arbeiten? Dann solltest Du in erster Linie etwas von Deinem Fach verstehen und gut darin sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, ein didaktisches Geschick zu besitzen. Wenn Du also bereits jahrelang talentfreien Schülern erfolgreich Nachhilfe gegeben hast oder den Weg des Lehrers einschlagen möchtest, schadet das sicher nicht. Schließlich musst Du Dein Fach gut rüberbringen können und in der Regel auch das Unterrichtsmaterial selbstständig vorbereiten. Das heißt vor allem Folien erstellen, Übungen überlegen, Lehrmaterial in der Bibliothek durchforsten und Übungszettel korrigieren. Dabei ist eine genaue Absprache mit Deinem „Chef“, also Dozenten, sehr wichtig.  

Darüber hinaus benötigst Du Geduld, vieeel Geduld. Und das nicht nur in Anbetracht der nervigen Frage, ob der Stoff in der Klausur abgefragt wird. Ansonsten solltest Du keine Scheu haben, vor Menschen zu sprechen und mit ihnen zu interagieren. Als Tutor/in stehst Du auch immer etwas zwischen den Stühlen: Einerseits studierst Du selbst noch, andererseits hast Du den direkten Draht zum Dozenten. Somit ist der Grad als Tutor/in zwischen Kumpel und strengem Lehrer sehr schmal. Die Zauberworte sind hier Zuckerbrot und Peitsche: Also die Zügel nicht zu locker lassen, aber auch nicht zu streng sein. Du findest da sicher selbst einen guten Mittelweg.


Wie wird man überhaupt Tutor/in?

Vielleicht bist Du Deinem Dozenten durch gute Leistungen aufgefallen und er bietet Dir ein Tutorium an. Oder die Stelle ist ausgeschrieben und Du bewirbst Dich. Die Zettel mit den Ausschreibungen hängen meistens an den Aufzügen, der Fakultäts-Pinnwand oder sie sind auf der Website des Dozenten, der Hochschule oder Fakultät ausgeschrieben. Aber Achtung: Du musst mit Deiner Bewerbung schnell sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Und eine Stelle als Tutor/in ist heiß begehrt!  

Na, hast Du Lust bekommen, der Vorturner der Erstis zu werden? Dann mal los! Bewirb Dich auf eine freie Stelle oder sprich Deinen Dozenten einmal an. Meistens werden Tutoren für die Grundkurse der ersten Semester gesucht. Auch Fachhochschulen bieten Tutorien an und suchen gutes Personal.

Ich habe selbst als Tutorin für das Fach Englisch gearbeitet und es war einer meiner schönsten Jobs im Studium. Der Aha-Effekt bei den Teilnehmern und die stolze Quote bestandener Klausuren am Ende des Semesters sind der beste Lohn überhaupt! Der Uni-Dschungel Blog wünscht Dir viel Glück bei der Bewerbung um eine Stelle als Tutor/in und natürlich viel Freude in diesem Job!