Heute Tutor und morgen Party-Clown

Ohne Moos ist im Uni-Dschungel nix los – das BAföG

Voller Elan hast Du Dich ins Studium gestürzt, hoffentlich ein schmuckes Zimmer gefunden und Dich so langsam in Deiner Wohngemeinschaft eingelebt. Einen Nebenjob hast Du auch bereits, doch die Kröten reichen hinten und vorne nicht? Dann solltest Du schleunigst einen BAföG-Antrag ausfüllen. Alles, was Du darüber wissen musst, hat der Uni-Dschungel Blog für Dich zusammengetragen.


Ohne Moos ist im Uni-Dschungel nix los – das BAföG, www.uni-dschungel.de, Uni-Dschungel Blog, Kirsten Schwarzer


Was wird gefördert?

Das BAföG dient dazu, allen jungen Menschen ihre Wunschausbildung zu ermöglichen. Hierbei spielt weder die soziale Situation noch der Geldbeutel eine Rolle. In der Regel wird jedoch nur die Erstausbildung gefördert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Fördergeld für einen Studienaufenthalt im Ausland zu beantragen.

Wer kann gefördert werden?

Um für Dein Studium BAföG zu beantragen, solltest Du drei wesentliche Kriterien erfüllen. Du musst die deutsche Staatsangehörigkeit und eine Eignung für das gewählte Studium besitzen. Darüber hinaus darfst Du nicht älter als 30 Jahre alt sein (in den Masterstudiengängen höchstens 35 Jahre). Über mögliche Ausnahmeregelungen solltest Du Dich jedoch im Speziellen erkundigen.

Wo kann ich meinen BAföG-Antrag stellen?

Es ist ratsam, den Antrag direkt nach der Immatrikulation zu stellen, um möglichst schnell BAföG zu bekommen. Für die Beantragung und eine Beratung musst Du Dich an Dein Studentenwerk wenden, genauer gesagt an das Amt für Ausbildungsförderung. Dein zuständiges BAföG-Amt findest Du über eine Suchmaske. Natürlich kannst Du Deinen Antrag auch elektronisch stellen, hier entlang. Mithilfe eines  BAföG-Rechners hast Du die Möglichkeit, Deine Förderung unverbindlich und ungefähr zu berechnen, beispielsweise auf der Website von Studis Online.

Was gibt es noch zu beachten?

Du musst bedenken, dass ein Teil des BAföGs zurückgezahlt werden muss, allerdings zu sehr humanen Bedingungen. Auch beim Thema Fachrichtungswechsel gibt es einiges zu beachten. Alle Details zur Förderung findest Du auf der Seite www.bafög.de. Wer bei den vielen Paragrafen nur Bahnhof versteht, kann die Infos auch schön verständlich zusammengefasst auf der Website des Deutschen Studentenwerks nachlesen, und zwar hier.

Der Uni-Dschungel wünscht Dir viel Erfolg für Deinen BAföG-Antrag, damit Du Dich ohne finanzielle Nöte ins Studium stürzen kannst.

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Ist das klausurrelevant? Das tägliche Brot eines Tutors

Nahezu jeder Erstsemester besucht sie, schätzt sie und braucht sie, um das Studium erfolgreich zu meistern. Die Rede ist von Tutorien. Doch wer ist die Person, die den Stoff des letzten Grundseminars immer und immer wieder geduldig durchkaut? Und wie wird man überhaupt Tutor/in? Der Uni-Dschungel Blog verrät es Dir!

Ist das klausurrelevant? Traumjob Tutor


O-Ton aus dem Tutorium: „Ist das klausurrelevant?“

Die Frage aller Fragen, die sich wie ein roter Faden durch ein Tutorium zieht, lautet: „Ist das, was Du gerade erzählst, wirklich wichtig für die Klausur oder kann ich das gleich wieder vergessen?“ In Anbetracht des Lernpensums eines Studenten kann man diese Frage natürlich niemandem verübeln – von der Antwort hängen Existenzen ab. Dennoch kann sie einen Tutor schon zur Weißglut treiben. Die Kernaufgabe liegt zwar in erster Linie darin, die Studenten erfolgreich durch die Prüfungen zu bringen. Doch ein wenig Interesse am Fach wäre auch ganz schön. Dem ein oder anderen Tutor ist seine Lehrtätigkeit sogar in die Wiege gelegt worden und er bzw. sie schafft es, bei den Studenten Begeisterung für das Fach zu wecken.


Das Rüstzeug: Was man als Tutor/in alles können muss

Du spielst mit dem Gedanken, vorne an der Tafel zu stehen und als Tutor/in zu arbeiten? Dann solltest Du in erster Linie etwas von Deinem Fach verstehen und gut darin sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, ein didaktisches Geschick zu besitzen. Wenn Du also bereits jahrelang talentfreien Schülern erfolgreich Nachhilfe gegeben hast oder den Weg des Lehrers einschlagen möchtest, schadet das sicher nicht. Schließlich musst Du Dein Fach gut rüberbringen können und in der Regel auch das Unterrichtsmaterial selbstständig vorbereiten. Das heißt vor allem Folien erstellen, Übungen überlegen, Lehrmaterial in der Bibliothek durchforsten und Übungszettel korrigieren. Dabei ist eine genaue Absprache mit Deinem „Chef“, also Dozenten, sehr wichtig.  

Darüber hinaus benötigst Du Geduld, vieeel Geduld. Und das nicht nur in Anbetracht der nervigen Frage, ob der Stoff in der Klausur abgefragt wird. Ansonsten solltest Du keine Scheu haben, vor Menschen zu sprechen und mit ihnen zu interagieren. Als Tutor/in stehst Du auch immer etwas zwischen den Stühlen: Einerseits studierst Du selbst noch, andererseits hast Du den direkten Draht zum Dozenten. Somit ist der Grad als Tutor/in zwischen Kumpel und strengem Lehrer sehr schmal. Die Zauberworte sind hier Zuckerbrot und Peitsche: Also die Zügel nicht zu locker lassen, aber auch nicht zu streng sein. Du findest da sicher selbst einen guten Mittelweg.


Wie wird man überhaupt Tutor/in?

Vielleicht bist Du Deinem Dozenten durch gute Leistungen aufgefallen und er bietet Dir ein Tutorium an. Oder die Stelle ist ausgeschrieben und Du bewirbst Dich. Die Zettel mit den Ausschreibungen hängen meistens an den Aufzügen, der Fakultäts-Pinnwand oder sie sind auf der Website des Dozenten, der Hochschule oder Fakultät ausgeschrieben. Aber Achtung: Du musst mit Deiner Bewerbung schnell sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Und eine Stelle als Tutor/in ist heiß begehrt!  

Na, hast Du Lust bekommen, der Vorturner der Erstis zu werden? Dann mal los! Bewirb Dich auf eine freie Stelle oder sprich Deinen Dozenten einmal an. Meistens werden Tutoren für die Grundkurse der ersten Semester gesucht. Auch Fachhochschulen bieten Tutorien an und suchen gutes Personal.

Ich habe selbst als Tutorin für das Fach Englisch gearbeitet und es war einer meiner schönsten Jobs im Studium. Der Aha-Effekt bei den Teilnehmern und die stolze Quote bestandener Klausuren am Ende des Semesters sind der beste Lohn überhaupt! Der Uni-Dschungel Blog wünscht Dir viel Glück bei der Bewerbung um eine Stelle als Tutor/in und natürlich viel Freude in diesem Job!

Heute Party-Clown, morgen Tutor – die vielfältigen Jobmöglichkeiten für Studenten

Es ist gerade mal Mitte des Heute Party-Clown, morgen Tutor: Jobben im Uni-DschungelMonats, der Kühlschrank ist leer und auf Deinem Konto herrscht Ebbe? Mit diesem Problem bist Du nicht alleine, denn das geht fast allen Studenten so. Egal, ob Du Bafög erhältst oder eine monatliche Finanzspritze Deiner Eltern, das Geld reicht meistens nicht aus, um alle Kosten zu decken. Problem erkannt, Problem gebannt – ein Nebenjob muss dringend her! Als Student hast Du vielfältige Möglichkeiten, neben dem Studium zu arbeiten. Wir wollen uns einmal die gängigsten Wirkungsfelder für Studenten ansehen.


Jobben, wo andere studieren

Da Du eh die meiste Zeit an Deiner Hochschule verbringst, bietet sich ein Job als studentische Hilfskraft an. Meistens werden Tutoren gesucht oder studentische Hilfskräfte, die die Dozenten bei ihrer Forschungsarbeit und Lehre unterstützen. Auch die Bibliotheken stellen Studenten ein, um Bücher zu sortieren oder am Ausleihterminal zu arbeiten. Wenn Du also bereits einige Semester studiert hast, kannst Du Dich ruhig um einen dieser Jobs bewerben.  

Nur wie findet man jetzt eine dieser heiß begehrten Stellen? In der Regel werden die freien Stellen am Schwarzen Brett der jeweiligen Fakultät ausgehängt oder Du findest die Ausschreibungen an den Aufzügen, in der Bibliothek oder online auf der jeweiligen Website der Fakultät oder Hochschule. Da die Konkurrenz nicht schläft und sich so eine Stelle immer gut im Lebenslauf macht, musst Du allerdings schnell sein! Zudem sind die Stellen immer befristet und erstrecken sich manchmal nur über wenige Monate oder ein Semester.


Jobben, wo andere ihre Freizeit genießen

Gefeiert, gegessen, getanzt und geshoppt wird immer – also gibt es in den Kneipen, Restaurants, Diskotheken und Geschäften immer alle Hände voll zu tun! Jobs im Einzelhandel oder im Servicebereich schreiben die Geschäfte und Kneipen meistens direkt in ihrem Laden aus oder auf ihrer Website. Du kannst natürlich auch mal in Deinem Lieblingscafé oder Geschäft nachfragen, ob sie gerade eine Aushilfe suchen. Darüber hinaus kann man als Student unter anderem im Callcenter arbeiten (wenn man starke Nerven hat!) oder Promotion-Aktionen für bestimmte Produkte durchführen (da brauchst Du noch stärkere Nerven als im Callcenter!). Jobs im Bereich Promotion oder auf Messen findest Du in speziellen Portalen online. Hier musst Du allerdings bei der jeweiligen Promotion-Agentur, die die Jobs ausgeschrieben hat, genau nachfragen, wie Du beschäftigt wirst. In vielen Fällen sind solche Tätigkeiten auf selbstständiger Basis. Dafür benötigst Du einen Gewerbeschein (meistens Kleingewerbe) und Du musst nach getaner Arbeit Rechnungen schreiben. Hier gibt es einiges zu beachten und daher solltest Du Dich im Vorfeld gut informieren (u. a. beim Gewerbeamt, Finanzamt, Auftraggeber, bei der Krankenkasse).
Was das Jobangebot betrifft, kannst Du natürlich auch einen Blick auf das Schwarze Brett an der Uni riskieren. Denn dort findet man zwischen der Wohnungs- und Bücherbörse auch Jobangebote.


Jobben, wenn andere Urlaub machen

In den Semesterferien musst Du zwar meistens lernen oder Hausarbeiten schreiben, aber Du hast dennoch mehr Zeit, zu arbeiten, als im Semester. Auch hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Semesterferien mit Arbeiten zu überbrücken. Du kannst beispielsweise am Fließband in einer Fabrik jobben (bringt meistens gutes Geld, ist aber nicht immer spannend) oder dort arbeiten, wo andere Urlaub machen (z. B. als Animateur im Süden).

Zudem ist es als Student überaus praktisch, Nachhilfe zu geben. Es gibt unzählige Nachhilfe-Institute, die eigentlich immer Nachhilfelehrer suchen.


Das „Kleingedruckte“

Natürlich ist es schier unmöglich, alle Bereiche, in denen Du als Student arbeiten kannst, hier aufzulisten. Wenn Dir der Job Spaß machen soll, müsstest Du außerdem einmal Deine Fertigkeiten und Interessen (Sport, Musik, Kunst etc.) beleuchten und vielleicht ergeben sich dadurch weitere Job-Optionen. Also immer schön die Augen und Ohren aufhalten, dann klappt es auch mit dem Nebenjob!

Bevor Du jedoch einen großen Fisch an Land ziehst, solltest Du Dich erkundigen, wie viel Geld Du neben dem Studium überhaupt verdienen darfst. Deine Einkünfte und aufgewendete Zeit für den Job können nämlich beispielsweise Auswirkungen auf die Zahlung von Kindergeld haben, das Deine Eltern vielleicht noch für Dich bekommen, oder den Versicherungsstatus, den Du bei Deiner Krankenversicherung genießt. Es ist somit ratsam, sich im Vorfeld gut zu informieren, um nachher nicht draufzuzahlen!

Mit der Frage „Was darf ich während des Studiums verdienen?“ hat sich auch schon die Redaktion der ZEIT beschäftigt. Hier gibt es die Antwort auf diese Frage.

Weitere Informationen rund um das Thema Studentenjobs findest Du auf der Website des Deutschen Studentenwerk e.V.. Dort gibt es beispielsweise Informationen zu folgenden Themen: Jobben, geringfügig entlohnte und kurzfristige Beschäftigungen, Jobs in den Semesterferien, Midijobs, Werkstudenten & Kindergeld und Steuerfreibeträge.